Das ist der Porno aus der Kaserne

Dreifache Mutter Darstellerin

Das ist der Porno aus der Kaserne

Bei einer Pressekonferenz zeigte der beschuldigte Major gestern das Pornovideo.

Die delikate Affäre um den Bundesheer-Porno hat eine neue Wendung genommen. Der beschuldigte Milizmajor Ernst B., 45 (Name von der Redaktion geändert), weist alle Vorwürfe zurück: Er selbst habe niemals ein pornografisches Video in den Räumlichkeiten des Bundesheeres gedreht.



Seine Freundin Nadine G. (36) ist allerdings Hauptdarstellerin in dem Filmchen, das tatsächlich in einem Seminarraum der Landesverteidigungsakademie in der Wiener Stiftskaserne aufgenommen wurde. „Das kann außer Insidern aber niemand erkennen“, sagt Anwalt Marc Gollowitsch, der für seinen Mandanten spricht. „Dieser Film schädigt das Heer nicht, es sind keine Heeresrequisiten, keine Karten zu sehen.“ Als Beweis lässt Major B. Gollowitsch den 12-Minuten-Clip, der bereits vergangenen Mai entstanden ist, vor Journalisten zeigen: Zu sehen ist die nur mit einem Negligé, halterlosen Strümpfen und High Heels bekleidete Nadine G. (Szenename: „Nadine Vienna“). Sie schreitet einen Gang entlang, begibt sich zwischendurch in eindeutige Posen und betritt einen Seminarraum. Dort geht es mit einem unbekleideten Herrn zur Sache. Den Kopf des Mannes sieht man nicht, andere für die Handlung des Films wesentliche Körperteile schon.


Pornoclip mit Handy-Kamera spontan aufgenommen
Die dreifache Mutter schwört: „Das ist nicht mein Lebensgefährte in dem Film, sondern ein Bekannter. Mein Freund hat mir nur den Schlüssel zu dem Raum gegeben, weil ich oben etwas vergessen habe, als ich ihn von der Arbeit abholen wollte.“

Gemeinsam mit einer Bekannten und deren Freund, dem „Schauspieler“, sei sie zurückgegangen, um das Telefon zu holen. „Die Aussicht da oben war so toll, da haben wir gesagt, das wäre doch super, da einen Film zu drehen.“ Gesagt, getan. Die Freundin filmte mit der Handykamera. Der Film „Über den Dächern von Wien“ wurde für 10 Euro im Internet verkauft.

Major B. erfuhr nichts von dem Pornoclip, bis ihn das Abwehramt im Februar beschuldigte, sich selbst als Schauspieler versucht zu haben. „Es war sicher ein Fehler, den Film dort zu machen“, zeigt sich Nadine einsichtig. Gegen Major B. läuft ein Kündigungsverfahren, er ist vom Dienst enthoben.

Nadine G.: "Mein Freund wusste nichts"

ÖSTERREICH: Wie kam es zu dem Video?
Nadine G.: Das war alles spontan. Mein Freund gab mir den Schlüssel zu dem Raum in der Kaserne. Gemeinsam mit Freunden ging ich ins Dachgeschoss. Wegen der schönen Aussicht beschlossen wir, dort ein ­Video zu drehen.

ÖSTERREICH: Wusste Ihr Freund davon?
Nadine G.: Prinzipiell weiß er schon, dass ich manchmal solche Filme drehe. Wir haben eine offene Beziehung. Aber von dem Clip habe ich ihm nichts erzählt. Wir haben ihn erst 45 Minuten später im Lokal „Centimeter“ getroffen. Erst als alles aufgeflogen ist, haben wir darüber gesprochen.

ÖSTERREICH: Wie ist jetzt die Stimmung? Sind Sie mit Major B. noch zusammen?
Nadine G.: Wir sind noch zusammen, aber es ist schon ein bisschen angespannt zwischen uns.

ÖSTERREICH: Leben Sie von solchen Videos?
Nadine G.: Nein, davon kann ich nicht leben. Ich habe früher im Supermarkt gearbeitet. Aber ich bin gekündigt worden, weil ich zu viel Pflege­urlaub für meine Kinder genommen habe.

(knd)

 


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