Ein Drittel weniger Sonne als normal

Sau-Wetter im Mai

Ein Drittel weniger Sonne als normal

Wonnemonat Mai? Schnee in Kitz & Lech bis ins Tal.

Es ist zum Verrücktwerden: Dank ständig neuer Tiefdruckgebiete wird es bei uns einfach nicht wärmer. 10 Grad in Wien, 9 Grad in Salzburg, 11 Grad in Eisenstadt – und frischer Schnee in Kitzbühel und Lech bis ins Tal.

Und: Obwohl es heute endlich wirtlicher wird (20 Grad und Sonne im ganzen Land) – der Frühling bleibt auch weiterhin viel zu kalt. Die Details:

  • In Kufstein (Tirol) hat es im Mai 51 Prozent mehr geschneit und geregnet als im langjährigen Mittel. In Graz und in Ried am Innkreis (OÖ) gab es sogar 56 Prozent mehr Niederschlag.
  • Am Sonnblick (3.109 Meter) gab es 86 Prozent, in Graz 30 Prozent weniger Sonnenstunden!
  • In Bregenz war es in diesen Mai um 1,4 Grad kälter als im Schnitt.

Seilbahnchef: „Bei uns ist es jetzt wie im Hochwinter“
Dank des Tiefs „Bob“ gab es am Wochenende sogar bis zu 50 Zentimeter Neuschnee. „Bei uns ist es wie im Hochwinter. Die Pisten sind perfekt präpariert, und es gibt Pulverschnee“, sagt Andreas Kleinlercher, Seilbahndirektor der Stubaier Bergbahnen.

Die Ärzte schlagen wegen des Wetters Alarm: Rund 75 % der Österreicher – speziell Kinder – sollen schon unter Vitamin-D-Mangel leiden.
 

ORF-Wetter-Experte Marcus Wadsak im Interview: "Leider gewinnen die Tiefs aus dem Norden"

ÖSTERREICH: Was ist der Grund für dieses Schmuddelwetter?
Marcus Wadsak:
Derzeit sind Tiefdruckgebiete aus dem Norden im ständigen Match mit Hochdruckgebieten aus dem Süden. Leider gewinnen derzeit fast immer die Tiefs. Und so wird es auch schon morgen wieder regnerisch.

ÖSTERREICH: Und wann kommt endlich der Frühling?
Wadsak:
Eigentlich wäre es Zeit für ein Azorenhoch, vielleicht kommen nächste Woche erste Ausläufer nach Österreich. Können sich diese durchsetzen, dann wird es sonnig und warm. Und für den Sommer ist immer noch alles möglich.


Tourismus-Pleite: 10 Prozent Stornos

Während sich die einen „nur“ über das miese Wetter ärgern, geht es für andere um die Existenz. Diese Branchen sind die großen Verlierer der Saison:

  • Tourismus: „Natürlich kommen wegen des derzeitigen Wetters immer wieder Stornos herein. Das verstehen wir natürlich“, sagt WKÖ-Tourismus-Obmann Hans Schenner im Talk mit ÖSTERREICH. Zwischen fünf und zehn Prozent der Buchungen werden derzeit zurückgezogen.
  • Schwimmbäder: Dutzende Freibäder hatten heuer früher aufgesperrt. Weil es schön warm war. Jetzt bekommen sie dafür die Quittung. Allein im Mai gab es in den 17 Wiener Freibädern einen Besucher-Rückgang von sage und schreibe 83 %!
  • Obstbauern: Weil Tausende Apfelbaumblüten heuer erfroren, werden Millionen Äpfel fehlen. „Einige Bäume sind fast leer“, sagt Rupert Gsöls von den Steirischen Erwerbsobstbauern.
  • Eissalons: Naturgemäß will derzeit kaum wer Eis schlecken. Es gibt ein Minus von rund 20 %.

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