Gewaltexzess in Wien: Ein 28-Jähriger prügelte seine Freundin auf einer Bahnhofstoilette bewusstlos. Auslöser war ein Streit um Suchtgift. Nun fiel das Urteil.
Wien. Die Tat ereignete sich in der Nacht auf den 6. Jänner 2026 in der Toilettenanlage am Bahnhof Floridsdorf. Im Streit schlug der Mann mehrfach auf seine Freundin ein. Als sie zu Boden ging, schlug er ihren Kopf wiederholt mit voller Wucht gegen den Boden, bis sie bewusstlos war.
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Schwere Verletzungen
Die Frau erlitt massive Verletzungen: Hirnblutungen, eine Jochbein-Fraktur sowie einen Bruch der Augenhöhlenwand. Das Paar hatte sich erst wenige Monate zuvor kennengelernt. Die Beziehung war laut Gericht stark von gemeinsamem Drogenkonsum geprägt.
Der 28-Jährige war kein Unbekannter für die Justiz: Neun Vorstrafen, davon sechs wegen Gewaltdelikten. Nach seiner letzten Haftentlassung im April 2022 war er beim AMS als arbeitssuchend gemeldet.
Streit um Kokain eskaliert
Am Tattag konsumierte das Paar gemeinsam Kokain. Nachdem sie neuen Stoff besorgt hatten, kam es zum Streit: Der Mann glaubte, seine Freundin habe ihm eine Kugel vorenthalten und rastete aus. Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte teilweise geständig und räumte die Körperverletzung ein. Den Vorwurf eines zusätzlichen Raubes bestritt er.
Vom Raubvorwurf wurde er freigesprochen, wegen absichtlich schwerer Körperverletzung jedoch zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.