Diashow Hochwasser-Großalarm an der Donau

Bisher 2 Todesopfer

Hochwasser-Großalarm an der Donau

OÖ und NÖ in Angst vor Mega-Flutwelle: Überflutungen trotz Schutzwällen.

Österreich unter Wasser: Die heftigen Regenschauer der letzten Tage haben das halbe Land überschwemmt. Jetzt rollt die Flut von Passau in Richtung NÖ und Wien. Gemeinden an der Donau wurden zum Katastrophengebiet erklärt, die Altstadt von Melk bereits teilweise überflutet. Im Augebiet um Klosterneuburg wurde eine Räumung angeordnet. Die ÖBB stellten den Fernverkehr an der Westbahn ein, am Brenner entgleiste ein Zug wegen einer Mure.

Berichte aus den Bundesländern:

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    23:27 Uhr:
    In Grein gab es Evakuierungen. Sonst stellte sich im Bezirk Perg heraus, dass umfangreichere Maßnahmen vorerst wahrscheinlich nicht nötig sind, hieß es vonseiten des Landes. In Linz wurde die Steyreggerbrücke in beiden Fahrrichtungen für den Verkehr gesperrt. Der Bezirk Urfahr-Umgebung hatte mit großflächigen Überschwemmungen zu kämpfen. In Oberösterreich standen am Abend nach wie vor 250 Feuerwehren mit rund 5.000 Mann im Einsatz. Bisher wurden insgesamt 150.000 Sandsäcke ausgegeben. Zahlreiche Straßensperren waren nach wie vor aufrecht.

    22:36 Uhr: Wasser aus Bayern
    Auch in Mauthausen war "noch ein gewisser Anstieg drinnen" - von aktuell 8,52 auf 8,80 Meter in der Nacht, so der Experte. In Grein lag der Pegelstand am Abend bei 14,07 Metern, seinen Höhepunkt sollte er am Dienstag gegen Mittag mit 14,80 Metern erreichen. Man setze die Hoffnung in rückläufige Tendenzen bei Zubringerflüssen Traun und Enns, erklärte der Mitarbeiter des Hydrografischen Dienstes. Ein Problem sei, dass derzeit keine zuverlässigen Prognosen aus dem benachbarten Bayern vorliegen würden.

    22:00 Uhr: Pegelstand in Schärding "massiv zurückgegangen"
    Der Pegelstand in Schärding, einem der Brennpunkte des Hochwassers, ist am Abend laut Auskunft des Hydrografischen Dienstes des Landes Oberösterreich "massiv zurückgegangen": Kurz nach 21.00 Uhr lag er bei 10,22 Metern, berichtete ein Mitarbeiter auf APA-Anfrage. Zum Vergleich: Am Nachmittag waren es noch 10,56 Meter. In Linz machte der Pegelstand zuletzt 9,09 Meter aus, in der Nacht sollte das Maximum von 9,20 erreicht werden.

    21:30 Uhr: Hochwasser in Wien
    In der Bundeshauptstadt Wien dürften die Wassermassen kein großes Problem darstellen. Laut einer Aussendung der zuständigen Umweltstadträtin Ulli Sima (S) und der Wiener Gewässerabteilung MA45 liegt der für Wien relevante Donau-Pegel Korneuburg derzeit bei 6,97 Meter bzw. bei einer Durchflussmenge von 8.180 Kubikmeter pro Sekunde. Der Höchstwert wird im Laufe des Dienstags erreicht.

    20:44 Uhr: Keine Evakuierungen in Krems-Stein
    In Krems-Stein kommt es nach einer Entscheidung des Krisenstabes in der jüngsten Sitzung am Montagabend vorerst zu keinen Evakuierungen. Die Maßnahme war im Zusammenhang mit dem Donau-Hochwasser im Raum gestanden.

    20:16 Uhr: Schutzanlagen
    Die Hochwasserschutzanlagen in der Wachau würden in diesen Stunden ihre "Nagelprobe" erleben, betonte Michael Schimek, Geschäftsführer des LEADER-Vereins Wachau-Dunkelsteinerwald, am Montagabend in einer Aussendung. "In jenen Orten, wo sie bereits existieren, verrichten sie ihren Job." Bei weitem nicht alle Gemeinden in der Wachau seien jedoch bereits geschützt – teils, weil die Anlagen in Bau oder Planung, teils, weil auf absehbare Zeit gar keine vorgesehen seien.

    19:49 Uhr: Zivilschutzalarm in Weißenkirchen in der Wachau
    In Weißenkirchen in der Wachau ist Montagabend der hochwasserbedingte Zivilschutzalarm ausgelöst worden. 450 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, berichtete der ORF in der Nachrichtensendung "Niederösterreich heute".

    19:22 Uhr:
    In Niederösterreich sind bisher 1,2 Millionen Sandsäcke als Schutz vor Hochwasser verlegt worden. Diese Zahl nannte Matthias Fischer vom Landesfeuerwehrkommando am frühen Montagabend im Gespräch.

    18:51 Uhr: Land NÖ beschließt zehn Mio. Euro finanzielle Hilfe
     Die NÖ Landesregierung wird in ihrer Sitzung am Dienstag auf Antrag von Landeshauptmann Erwin Pröll (V) einen Rahmen von zehn Millionen Euro zur finanziellen Unterstützung der Hochwasseropfer beschließen. Das sei „ein erster Schritt“, betonte Pröll nach einem Lokalaugenschein in Melk.

    18:28 Uhr: Gefängnis evakuiert
    Wegen der Hochwassergefahr hat die Justizvollzugsanstalt Passau am Montag rund 60 Gefangene verlegt. 35 Häftlinge kamen nach Straubing, 24 nach Landshut, wie das Bayerische Justizministerium mitteilte. Ein Gefangener, dessen Entlassung ohnehin einen Tag später anstand, konnte vorzeitig gehen

    18:08 Uhr: Einsätze zehren an den Kräften
    In vielen Fällen sind die rund 600 Einsatzkräfte machtlos. "In der Nacht mussten wir an einem Geschäft abziehen, weil die Schaufensterscheibe unter dem Druck der Wassermassen zerborsten ist", sagte Gerhard Kaltenecker von der Feuerwehr Gaißa. Seit Sonntagvormittag ist er mit seinen Kameraden in Passau. "Wir fahren Schichtdienst, weil die Arbeit in der nassen Kälte sehr kräftezehrend ist." Nach ein paar Stunden Schlaf geht es wieder an die Arbeit.

    17:55 Uhr: Wien, St. Pölten, Eisenstadt, Linz und Salzburg melden Regenschauer zwischen 9 und 13 Grad. Weiter in Richtung Westen (Bregenz und Innsbruck) ist es derzeit noch bedeckt bei 11 und 13 Grad.

    © TZ Österreich Schwarzl

    Hochwasser in Linz, Foto: Schwarzl.

    17:45 Uhr: Aktuelle Wettervorhersage für die kommenden Stunden
    Die Temperaturen bewegen sich am Nachmittag zwischen 8 und 19 Grad, am wärmsten wird es dabei im Süden und am kühlsten bleibt es in den Nordstaugebieten. Die Nacht verläuft weiterhin dicht bewölkt und es muss mit etwas Regen gerechnet werden, am meisten regnet es voraussichtlich nördlich der Donau. Im Süden hingegen bleibt es teils trocken und die Wolkendecke lockert zeitweise auch auf. Die Temperaturen gehen auf 11 bis 4 Grad zurück.

    © TZ ÖSterreich

    Hochwasser in Grein, Foto: Schwarzl.

    17:38 Uhr: 270 Soldaten in NÖ im Einsatz
    In Niederösterreich sind am Montag insgesamt 270 Soldaten im Hochwassereinsatz gestanden, teilte das Militärkommando am Nachmittag in einer Aussendung mit. Sie rückten in die von der Flut betroffenen Gemeinden in der Wachau und im Bezirk Amstetten aus. Evakuierungstätigkeiten und Arbeiten zur Verstärkung des Hochwasserschutzes konzentrieren sich insbesondere auf Mautern, Dürnstein, Weißenkirchen und Rossatz (Bezirk Krems) sowie auf Ardagger und Neustadtl (Bezirk Amstetten). Laut Militärkommando stehen außerdem noch mehr als 1.200 Soldaten in Bereitschaft. Im Landesklinikum Krems wurden darüber hinaus Aggregate und Beleuchtungssätze bereitgestellt.

    © apa

    Das überflutete Emmersdorf bei Melk, Foto: APA.

    17:32 Uhr: Größere AUA-Maschinen auf Strecke Wien-Innsbruck
    Das Hochwasser hat zu zahlreichen Verkehrsproblemen auf Österreichs Straßen und Schienen geführt, besonders betroffen davon war Tirol. Die AUA setzt am Dienstag daher größere Maschinen auf der Strecke Wien-Innsbruck ein. Die Kapazität wird über den Tag verteilt von "rund 400 auf rund 600 Sitzplätze erhöht", je Richtung, sagte Airline-Sprecher Peter Thier.

    17:30 Uhr: Verkehrsbehinderungen in Linz
    Hochwasserbedingte Verkehrsbehinderungen waren am späten Montagnachmittag in Linz zu erwarten. Die Eisenbahnbrücke, die über die Donau führt, wurde vorsorglich bis zumindest Dienstag früh gesperrt. Die Steyregger Brücke musste in Richtung Perg musste gesperrt werden. Die anderen Linzer Donauquerungen standen uneingeschränkt zur Verfügung, teilte die Stadt in einer Aussendung mit. Alleine über die gesperrte Eisenbahnbrücke rollen üblicherweise täglich rund 15.000 Fahrzeuge. Um die zu erwartende angespannte Verkehrssituation im Abendverkehr zu entlasten, wurde die Voest-Brücke auf der Mühlkreisautobahn (A7) von der Stadt Linz als Umleitungsstrecke verordnet. Sie konnte bis auf Weiteres vignettenfrei genutzt werden.

    17:25 Uhr: Evakuierung in Korneuburg abgeschlossen
    Die Evakuierung von Bewohnern der "Werftkolonie" in Korneuburg ist am Montagnachmittag abgeschlossen worden. 15 Personen wurden nach Angaben der Feuerwehr der Stadt gerettet. Sie seien teilweise über Notstege mit ihren Habseligkeiten in Sicherheit gebracht worden, hieß es auf der Homepage der FF Korneuburg.

    17:23 Uhr: Vizekanzler Michael Spindelegger will mit Bayern, Ungarn und Slowakei europäischen Solidaritätsfonds anrufen
    Vizekanzler Spindelegger sei bereits seit dem Wochenende in Kontakt mit seinen Kollegen aus Bayern, Ungarn und der Slowakei, so Spindelegger. Gemeinsam werde man den europäischen Solidaritätsfonds anrufen, um für die betroffenen Gebiete rasche Hilfsmaßnahmen sicherstellen zu können. "Der Regen mag abklingen, doch von Entwarnung kann noch keine Rede sein. Wir sind noch nicht über dem Berg", erklärte der Vizekanzler. "Die Lage ist kritisch, aber der Machlanddamm hat sich bewährt, denn sonst stünden ganze Gemeinden wie zum Beispiel Mauthausen, Saxen oder Mitterkirchen unter Wasser", so Pühringer und Hiesl. Sie hoffen, dass auch Grein unter der Grenze bleibt, und bezeichneten es als einen "Segen, dass die Politik entschieden hat, den Machlanddamm nicht in acht Jahren zu errichten, sondern in dreieinhalb". Sonst könnte man sich nicht ausmalen, welche negativen Folgen das für die Menschen dieser Region gehabt hätte, erklärten die Politiker.

    17:18 Uhr: Vizekanzler Michael Spindelegger hat Montagnachmittag den Bezirk Perg in Oberösterreich besucht, um sich gemeinsam mit seinen Parteikollegen LH Josef Pühringer und LH-Stv. Franz Hiesl ein Bild von der Hochwassersituation zu machen. "Die betroffenen Menschen können sich darauf verlassen, dass alle in Österreich - Gemeinden, Regionen und die Bundesregierung - ihr Bestes geben, um ihnen zu helfen", betonte er in einer Aussendung. Er sei bereits seit dem Wochenende in Kontakt mit seinen Kollegen aus Bayern, Ungarn und der Slowakei, so Spindelegger. Gemeinsam werde man den europäischen Solidaritätsfonds anrufen, um für die betroffenen Gebiete rasche Hilfsmaßnahmen sicherstellen zu können. "Der Regen mag abklingen, doch von Entwarnung kann noch keine Rede sein. Wir sind noch nicht über dem Berg", erklärte der Vizekanzler.

    17:16 Uhr: Vizekanzler Spindelegger besuchte Bezirk Perg.

    © apa

    Foto: APA.

    17:12 Uhr: Krems: Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes in Bereitschaft
    Der Bezirksführungsstab des Roten Kreuzes ist laut Magistrat seit Sonntagabend mit 65 zusätzlichen Mitarbeitern im Einsatz. 30 weitere Mitglieder seien in Bereitschaft. Weil viele Straßen im Bezirk derzeit nicht passierbar seien, gehe es auch darum, die Versorgung für gehbehinderte Personen in den gefährdeten Bereichen sicherzustellen. "Dazu wurden die Transportkapazitäten aufgestockt", hieß es auf der Homepage.

    17:05 Uhr: Lager für 200 Menschen in Krems vorbereitet
    Die Stadt Krems hat am Montagnachmittag auch auf ihrer Homepage mitgeteilt, dass das Rote Kreuz vorbereitende Maßnahmen für eine mögliche Evakuierung in Stein treffe. In der Tourismusschule HLF am Langenloiser Berg stünde ein Lager für 200 Personen zur Verfügung. Das Kriseninterventionsteam stehe in Bereitschaft.

    16.57 Uhr: Donau-Pegel Kienstock erreichte Zehn-Meter-Marke
    Der Donau-Pegel Kienstock in der Wachau hat am Montagnachmittag die Zehn-Meter-Marke erreicht. Exakt dieser Wert wurde der Homepage des Landes Niederösterreich zufolge um 16.25 Uhr gemessen.

    16.41 Uhr: Oberösterreich: 5.000 Mann im Einsatz
    Insgesamt 250 Feuerwehren mit rund 5.000 Mann hatten am Nachmittag in Oberösterreich alle Hände voll zu tun. Acht Feuerwehren aus dem Bezirk Rohrbach und zwei Öleinsatzfahrzeuge wurden zur Unterstützung nach Passau verlegt. Insgesamt 110.000 Sandsäcke wurden ausgegeben. Vom Roten Kreuz befanden sich 800 Mitarbeiter im Einsatz und 6.000 in Bereitschaft, die Organisation lieferte zudem u.a. Feldbetten nach Passau. Beim Bundesheer standen die verfügbaren Einheiten auf Abruf bereit. Assistenzeinsätze wurden für Dienstag früh erwartet.

    16.29 Uhr: Zahlreiche Spendenkonten eingerichtet
    Das Hochwasser hat Österreich auch am Dienstag weiterhin im Griff. Zwei Personen starben, hunderte Häuser wurden überflutet, dutzende Menschen evakuiert, zahlreiche Straßen und Bahnstrecken wurden unpassierbar. Auf Facebook sammelte eine Hochwasser-Info-Seite eines Energydrink-Herstellers seit Sonntag mehr als 100.000 "Likes". Am Montag wurden zahlreiche Spendenkonten eingerichtet. Im Folgenden ein Überblick:

       ROTES KREUZ: Erste Bank, Kontonummer 40014400144, Bankleitzahl 20111, Kennwort "Hochwasser"

       CARITAS: Erste Bank, Kontonummer 01234560, Bankleitzahl 20111 sowie PSK, Kontonummer 7700004, Bankleitzahl 60000, Kennwort "Katastrophenfonds Österreich"

       HILFSWERK:
    Online unter https://www.hilfswerk.at/spenden/online-spenden oder Überweisung an die Erste Bank, Kontonummer 29246066100, Bankleitzahl 20111

       DIAKONIE: Online unter www.diakonie-katastrophenhilfe.at/spenden oder Überweisung an die PSK, Kontonummer 2313300, Bankleitzahl 60000, Kennwort "Hochwasser"

       LAND NÖ: Hypo NÖ Landesbank, Kontonummer 04455014455, Bankleitzahl 53000, Kennwort „Hochwasser 2013“

       LAND OÖ: Hypo OÖ Landesbank, Kontonummer 800003, Bankleitzahl 54000, Kennwort "Hochwasserhilfe OÖ 2013"

       ORF: Erste Bank, Kontonummer 40014400100, Bankleitzahl 20111

       RAIFFEISEN OÖ und CARITAS OÖ: Raiffeisenbanken in OÖ, Kontonummer: 1245000, Bankleitzahl 34000, Kennwort „Hochwasserhilfe 2013“

    16.21 Uhr: Versicherer können Schäden noch nicht beziffern
    Die Versicherer können die Schäden in den Hochwassergebieten in Süd- und Ostdeutschland sowie weiten Teilen Österreichs, der Schweiz und der Tschechischen Republik nach eigenen Angaben noch nicht beziffern. "Im Moment gibt es noch keine verlässlichen Zahlen", sagte eine Allianz-Sprecherin am Montag. Erst wenn das Wasser weg sei, könne das genaue Ausmaß der Schäden analysiert werden. Auch in Österreich beziffern die Versicherungen die Schadenshöhe noch nicht.

    16.14 Uhr: Zurich Versicherung schickt Zurich HelpPoint-Bus für Hilfe vor Ort
    In Anbetracht der schweren Unwetter und Hochwasser am vergangenen Wochenende, die viele Zerstörungen in weiten Teilen Österreichs verursachten, schickt Zurich den Zurich HelpPoint-Bus in die schädenreichsten Regionen. Zurich-MitarbeiterInnen können so direkt vor Ort die Schäden der KundInnen begutachten und sofort Hilfe leisten."Im Zurich HelpPoint Bus können Schäden vollständig abgewickelt werden: Der Bus ist ein komplettes Büro auf vier Rädern und es können auch bereits an Ort und Stelle Zahlungen für Schäden überwiesen werden", bestätigt Richard Fabsits, Leiter der Leistungsabteilung bei Zurich.

    16.03 Uhr: Aufräumarbeiten in Salzburg voll gestartet
    Im Bundesland Salzburg hat sich die Situation nach dem Hochwasser vom Sonntag mittlerweile beruhigt, die Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten sind voll im Gange. "Die Lage entspannt sich langsam, von einem Normalzustand sind wir aber noch weit entfernt", so Norbert Altenhofer vom Referat Katastrophenschutz des Landes. "Die Durchfeuchtung des Bodens ist so massiv, das selbst kleine Niederschläge reichen, um Hangrutschungen und Murenabgänge auszulösen."

    15.56 Uhr: Präsident Fischer für rasche und unbürokratische Hilfe für Opfer des Hochwassers
     Als eine ganz besondere Herausforderung an die Behörden unseres Landes, aber auch an die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Bevölkerung bezeichnete Bundespräsident Dr. Heinz Fischer heute die Hochwasserkatastrophe in weiten Teilen unseres Landes. Gleichzeitig bedankte sich der Bundespräsident bei den Tausenden freiwilligen Helfern, die in den letzten Tagen unermüdlich und unentgeltlich den durch das Hochwasser besonders betroffenen Mitmenschen Hilfe und Unterstützung geleistet haben.
    Ohne den selbstlosen Einsatz von Feuerwehr, Bundesheer, Rettung, des Roten Kreuzes und von zahlreichen anderen Institutionen wären die Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe noch viel gravierender gewesen, sagte der Bundespräsident und begrüßte die Ankündigung der Bundesregierung auf rasche und unbürokratische Hilfeleistung.

    15.47 Uhr: Zwei Leichen bei Kraftwerk in Bayern angeschwemmt
    Zwei noch unbekannte Tote sind mit dem Treibgut des Hochwassers in der Stadt Günzburg in Bayern angeschwemmt worden. Wie die Polizei in Kempten mitteilte, wurde am Montag im Rechen des Donaukraftwerkes die Leiche einer Frau gefunden. Nach ersten Schätzungen war die Frau zwischen 40 und 50 Jahre alt. Bereits am Sonntagabend war am Donaukraftwerk beim Abtransport von Treibgut die Leiche eines Mannes entdeckt worden. Die Polizei geht aufgrund ihres Zustands von einem länger zurückliegenden Todeszeitpunkt aus. Die beiden Toten sollen obduziert werden.

    15.40 Uhr: Gorillas im Prager Zoo werden per Boot versorgt
    Die über die Ufer getretene Moldau hat in Prag auch einen Teil des Zoos der tschechischen Hauptstadt unter Wasser gesetzt. Er wurde evakuiert. Die Gorillas befinden sich vorläufig in einem hochwassersicheren Turm und werden per Boot mit Futter versorgt.

    15.32 Uhr: Lage im Kremser Stadtteil Stein bleibt angespannt
    Als weiterhin angespannt galt am Montagnachmittag die Lage im Kremser Stadtteil Stein im Zusammenhang mit dem herrschenden Donau-Hochwasser. Eine Evakuierung der Bewohner sei noch nicht vorgesehen, es seien jedoch entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen getroffen worden, war auf Anfrage im Magistrat zu erfahren.

    15.17 Uhr: ÖVP-Europamandatare warnen vor Halbierung der EU-Hilfen
    Die ÖVP-Europaabgeordneten Othmar Karas und Paul Rübig haben vor einer Halbierung der Hochwasserhilfen aus dem EU-Solidaritätsfonds gewarnt. Der Vizepräsident des EU-Parlaments, Othmar Karas, erklärte, es müsse alles getan werden, um die Gelder schnell und unbürokratisch zur Verfügung zu stellen. Sein Delegationskollege Paul Rübig wandte sich gegen Kürzungspläne der EU-Staaten für die kommende Haushaltsperiode 2014-2020.

    15.01 Uhr: Bisher 165 Schadensmeldungen bei Hagelversicherung eingegangen
    Das Hochwasser dürfte bundesweit mehrere tausend Hektar Agrarfläche geschädigt haben. So lautet die erste Schätzung der Österreichischen Hagelversicherung, bei der 80 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche gegen Überschwemmungen versichert sind. Bis Montag gingen 165 Schadensmeldungen ein. Betroffen sind die Bundesländer Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und das steirische Ennstal. In diesen Regionen haben die Regenfälle großflächige Schäden vor allem im Grünland, aber auch an Ackerkulturen, Gemüse und im Gartenbau verursacht.

    14.57 Uhr:  Opfer in Schärding mit Booten in Sicherheit gebracht
    "In fast 30 Häusern reicht das Wasser bis an den ersten Stock heran. Fast überall sind Strom und Wasserversorgung weg, auch der Kanal funktioniert nicht mehr." Das sagte Sigi Adlsmannseder von der Feuerwehr Schärding. Der Bereichsleiter Unterer Stadtplatz und Burggasse ist seit Sonntag im Dauereinsatz. Heute transportiert er Bewohner dieses flussnahen Stadtteils mit Booten aus ihren Wohnungen. "Ungefähr 15 Leute haben wir aus den Fenstern gehoben, weil die Stiegen ins Erdgeschoß unpassierbar sind." Gefahr habe für diese Bewohner keine bestanden, viele Leute haben ihre Häuser gestern, Sonntag, verlassen", erklärte Adlsmannseder und fügte hinzu: "Für uns Feuerwehrleute war dieser Einsatz aber sehr riskant."

    14.52 Uhr: S5 bei Tulln: Erste Hochwassermaßnahme auf Niederösterreichs Schnellstraßen
    Auf der S 5 Stockerauer Schnellstraße musste bei Kilometer 10 - Höhe Anschlussstelle Tulln - der erste Fahrstreifen gesperrt werden. Aufgrund der Hochwassersituation ist ein dort befindliches Gewerbegebiet über das untergeordnete Straßennetz nicht mehr erreichbar. Hier wurde damit eine Notzufahrt geschaffen. Um die Verflechtung insbesondere von auffahrenden Lkw sicher abzuwickeln, erfolgt eine Beschränkung auf 80 km/h und eine Sperre des 1. Fahrstreifens auf ca. 500 m. Die Sperre des Fahrstreifens bleibt auf unbestimmte Zeit aufrecht.

    14.47 Uhr: Trinkwasser-Versorgung in Passau muss eingestellt werden
    Wegen des Hochwassers müssen die Stadtwerke Passau die Trinkwasserversorgung einstellen. Es drohe eine Verunreinigung der Trinkwasserbrunnen, teilte der Krisenstab in der bayerischen Stadt am Montag mit. Das noch vorhandene Wasser in den Hochbehältern sei begrenzt und in einzelnen Bereichen bereits erschöpft. Erwartet wird, dass die Restmengen noch im Laufe des Montags verbraucht werden. Der Krisenstab arbeite mit Hochdruck an Lösungen, um der Bevölkerung Trinkwasser anbieten zu können, hieß es. Das Klinikum Passau erhalte nach wie vor frisches Trinkwasser.

    14.44 Uhr: Flut zieht Richtung Osten weiter
    Während in Tirol die Aufräumarbeiten begonnen haben und in Salzburg nach einem ersten Durchatmen die Schäden sichtbar wurden, herrschen in Ober- und Niederösterreich Hoffen und Bangen. Denn die Pegel der großen Flüsse - vor allem Inn und Donau - waren in den Nachmittagsstunden weiter im Steigen. Zu diesem Zeitpunkt stehen einige Orte, zum Beispiel Melk (NÖ) bereits unter Wasser.

    14.38 Uhr:  Ansturm auf Nachrichtensendungen
    Wie sehr die Hochwasserkatastrophe in Österreich die Menschen beschäftigt, zeigt ein Blick auf die Quoten der sonntäglichen Nachrichtensendungen. 1,596 Millionen Menschen verfolgten die "Zeit im Bild" auf ORF 2 - damit war sie die zweit-meistgesehene "ZiB" heuer nach jener zur Volksbefragung im Jänner. Der Marktanteil lag bei 59 Prozent. 1,49 Millionen waren zuvor bei "Bundesland heute" dabei und das kurzfristig geänderte "Im Zentrum" zum Thema Hochwasser erreichte 522.000 Menschen und war damit das meistgesehene seit Jänner 2011.

    14.34 Uhr: Vorsicht bei Inbetriebnahme von Fahrzeugen
    Der ÖAMTC riet am Montag zu Vorsicht bei der Inbetriebnahme von Fahrzeugen nach Hochwasserschäden. Das Auto sollte keinesfalls selbst gestartet werden, wenn es unter Wasser war, so die Vereinigung in einer Aussendung. "Wenn der Motorraum eines Autos unter Wasser war, muss aus Sicherheitsgründen eine Abschleppung erfolgen“, so ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

    Denn: „Wenn sich Wasser im Zylinder befindet, kann bei einem Startversuch der sogenannte ‚Wasserschlag‘ auftreten, ein Motorschaden kann die Folge sein.“ Wenn Sand und Wasser ins Fahrzeuginnere geraten sind, können außerdem Schäden an Fahrwerk und Bremsen auftreten, die sich eventuell erst Monate nach dem Unglück zeigen. Eine Überprüfung des Bremssystems durch einen Fachmann ist also dringend anzuraten.

    14:15 Uhr: Voralarmiert wurden am Montag auch bereits mehrere Dutzend Mitglieder des "Team Österreich", einer Freiwilligen-Plattform des Österreichischen Roten Kreuz und ORF-Radio Ö3, die im Katastrophenfall Laien-Helfer professionell organisiert. Sie sollen bei einer für heute geplanten Evakuierung im Bezirk Perg in Oberösterreich helfen, erläuterte Foitik. Ebenfalls voralarmiert wurden Mitglieder im Bezirk Braunau. Insgesamt stehen etwa 7.000 freiwillige "Team Österreich"-Helfer in Salzburg und Oberösterreich bereit. "In den nächsten Tagen wird es einige Einsätze des 'Team Österreich' geben", so Foitik. Insbesondere bei Aufräumarbeiten sollen die Laien-Helfer die professionelle Katastrophenhilfe unterstützen.

    14:08 Uhr: Rund 1.400 Rotkreuz-Mitarbeiter im Einsatz
    Am Montag sind rund 1.400 Rotkreuz-Mitarbeiter österreichweit im Hochwasser-Einsatz gestanden - zusätzlich zu den rund 1.000 Personen im verstärkten Rettungsdienst. Das sagte Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes (RK), Gerry Foitik. Zudem halfen rund 200 österreichische RK-Mitarbeiter in Bayern bei der Evakuierung von Teilen der Stadt. Versorgungszentren und mobile Sanitätshilfestellen wurden in den betroffenen Bundesländern eingerichtet, die Katastrophenhilfe bereitete die Auslieferung von Hilfsgütern vor.

    14:03 Uhr: Entwarnung gibt es bei der staatlichen Autobahnholding Asfinag
    „Wir sind angesichts der Katastrophe noch sehr glimpflich davon gekommen“, so Sprecher Christian Spittaler. Ein Schaden wurde bisher nur von der Anschlussstelle Flachauwinkel (Salzburg) gemeldet, dieser solle sich auf maximal 500.000 Euro belaufen.

    14:00 Uhr: Bei den ÖBB rechnet man mit Millionen-Schäden
    "Unser Fokus liegt derzeit darauf, den Bahnverkehr in Österreich so rasch wie möglich wieder herzustellen. Daran arbeiten seit gestern Hunderte ÖBB Mitarbeiter mit Hochdruck", betont ÖBB-Sprecher Michael Braun. Zu manchen Bahntrassen gebe es noch gar keinen Zugang, daher sei es für genauere Schätzungen der Schäden noch zu früh. Bei der mehrheitlich privaten Westbahn, die zwischen Wien und Salzburg fährt aber keine Trassen betreibt, sieht man derzeit keine Auswirkungen. "Derzeit sehen wir keinen wirtschaftlichen Schaden für die Westbahn", so Sprecherin Angelika Veith.

    13:55 Uhr: Bereits zu Mittag gab es eine Menschenrettung im Bereich Tuttendörfl
    Eine Bewohnerin eines Hauses nahe des Agrarspeichers hatte bis dahin trotz Hochwasserwohnung den Gefahrenbereich nicht freiwillig verlassen wollen, so die FF Korneuburg. Sie wurde letztlich gemeinsam mit Beamten der Polizei „überredet". Neben dem notwendigsten Hab und Gut musste auch eine Hauskatze mittels Feuerwehrzille vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden.

    13:51 Uhr: Evakuierung in Korneuburg
    Auch in Korneuburg ist es am Montag zu hochwasserbedingten Evakuierungen gekommen. Bewohner mussten auf Veranlassung der Polizei eine Siedlung verlassen, berichtete die Feuerwehr. Zuvor war eine ältere Frau per Zille geborgen worden. Aufgrund des Hochwasseralarms veranlasste die Exekutive um 13.09 Uhr die Evakuierung der „Werftkolonie“, so die FF Korneuburg in einer Aussendung. Kräfte der Feuerwehr und Beamte der Polizeiinspektion waren am frühen Nachmittag damit beschäftigt, die Bewohner in Sicherheit zu bringen.

    13.47 Uhr: Regen - So viel wie nur alle 40 bis 70 Jahre
    299 Liter Regen pro Quadratmeter in Laterns in Vorarlberg, 267 Liter in Bad Ischl und 263 in Salzburg: Von Donnerstag früh bis Montag früh hat es mancherorts in fast rekordverdächtigem Ausmaß geregnet. Statistisch gesehen kämen derartige Mengen in so kurzer Zeit je nach Region nur alle 40 bis 70 Jahre vor, hieß es am Montag in einer Aussendung der ZAMG (Zentralanstalt für Meterologie und Geodynamik).

    13.43 Uhr: OE24-VIDEO: Schärding versinkt im Hochwasser

    13.38 Uhr: Gesamte Donau in Österreich für Schiffe gesperrt
    Das Hochwasser hat Montagmittag eine Sperre der Donau für den Schiffsverkehr nach sich gezogen. Laut Reinhard Vorderwinkler, dem Leiter der obersten Schifffahrtsbehörde, lagen die Pegel auf dem 350 Kilometer langen, österreichischen Abschnitt mehr als 90 Zentimeter über dem höchsten Schifffahrtswasserstand (HSW+90). Dieser Umstand sowie jener, dass es bei der Zufahrt von Schiffen im Staubereich von Kraftwerken zu Unsicherheiten kommen könnte, seien ausschlaggebend für die Sperre gewesen.

    13.29 Uhr: Pühringer: "Prognose war falsch"
    Den Hochwasser-Voraussagen wurden laut dem oberösterreichischen LH Josef Pühringer (V) von den Bundesländern und Bayern zu geringe Parameter zugrunde gelegt. "Die Prognose war falsch", sagte er nach der ersten Sitzung des Landeskrisenkoordinationsgremiums in einer Pressekonferenz am Montag in Linz. In Schärding, das in Oberösterreich vorerst am stärksten betroffen war, musste unterdessen ein Flutopfer reanimiert werden. Der "große Push" sei der massive Anstieg der Schneefallgrenze von Freitag auf Samstag gewesen, so Umweltlandesrat Rudi Anschober zu den Ursachen.

    13.23 Uhr: Schulen in NÖ sollen "so gut es geht geöffnet bleiben"
    „Wir versuchen die Gemeinden derzeit dabei zu unterstützen, dass Kindergärten und Schulen in den Hochwassergebieten so gut es geht geöffnet bleiben, um zumindest Betreuung für Kinder anbieten zu können", betonte Landesrätin Barbara Schwarz (V) am Montag in einer Aussendung. Damit soll ein kleiner Beitrag zur Entlastung jener Eltern geleistet werden, die mit der Sicherung bzw. Räumung von Hab und Gut beschäftigt seien.

    13.15 Uhr: ORF um 20.15 Uhr mit "ORF-Hochwasserhilfe-Sofort"-Sendung
    Der ORF berichtet mit mehreren Sondersendungen vom Hochwasser. "heute österreich" berichtet ab 17.05 Uhr von den Überflutungen. "Bundesland heute" (19.00 hr) und die "Zeit im Bild" (19.30 Uhr) sowie die ORF-Eins-Infosendungen informieren über die aktuellsten Entwicklungen. Die 90-minütige Spezialsendung "ORF-Hochwasserhilfe-Sofort" um 20.15 Uhr in ORF 2 wirft einen Blick in die betroffenen Regionen.

    13.11 Uhr: Vermisster Vorarlberger tot aufgefunden
    Ein 58-jähriger Vorarlberger, nach dem seit Sonntag gesucht wurde, ist tot aufgefunden worden. Der Mann hatte am Samstagabend eine Feier besucht, von der er nicht nach Hause zurückkehrte. Weil sein Heimweg am Koblacher Kanal in Mäder (Bezirk Feldkirch) entlangführte, wurde befürchtet, dass er in das Hochwasser führende Gewässer gestürzt ist. Am Montagvormittag gegen 10.40 Uhr wurde die Leiche des Mannes im Bereich des Ortsendes von Altach (Bezirk Feldkirch) entdeckt, informierte die Vorarlberger Polizei.

    13.06 Uhr: Verbund: Donaukraftwerke erzeugen weniger Strom
    Das Hochwasser hat auch die Stromproduktion in den Donaukraftwerken getroffen, die Erzeugung sei stark eingeschränkt. Die Donaukraftwerke seien seit Freitag rund um die Uhr zusätzlich mit Personal besetzt und würden vor Ort gesteuert. Üblicherweise betrage die Leistung der neun Donaukraftwerke 2.000 Megawatt (MW), derzeit sei es weniger als zwei Drittel. Abgestellt seien derzeit die Kraftwerke Ybbs und Melk. Für die Erzeugung von Wasserkraftstrom wichtig ist das Gefälle, das sich bei Hochwasser verringert. Wenn es zu viel Wasser gibt, werden die Maschinen stufenweise abgestellt.

    13.01 Uhr: Diakonie richtete Spendenkonto ein
    Auch die Diakonie hat ein Spendenkonto für die Opfer des Hochwassers eingerichtet. "Das volle Ausmaß der Überflutungen wird erst in den kommenden Tagen ersichtlich werden. Die Diakonie unterstützt all jene, die besonders schwer davon betroffen sind und stellt ab heute Gelder aus ihrem Katastrophenfonds für Soforthilfemaßnahmen für bedürftige Personen und Fami

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