Im Zuge eines Planquadrats gegen den nach wie vor ungebändigten E-Scooter-Irrsinn in Wien drehte mitten in der City beim Naschmarkt ein Lieferwagenfahrer, der aufgrund seines Handygebrauchs aufgefallen war, völlig durch. Leidtragender: ein Fahrradpolizist.
Wien. Während sie E-Scooter und Biker am Ring kontrollierten, wurden die Fahrradcops der Landesverkehrsabteilung auf den Lenker eines Lieferwagens aufmerksam, da dieser während der Fahrt sein Mobiltelefon benutzte.
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Als die Beamten versuchten, den Lenker deswegen anzuhalten, beschleunigte der Handy-Man plötzlich seinen Klein-Lkw und entzog sich der Anhaltung. Während seiner Flucht beging der Mann mehrere Verwaltungsübertretungen und setzte seine Fahrt entlang des Rings fort, ehe er in die Operngasse einbog und schließlich bei der Secession angehalten werden konnte.
Dabei stellte Beamter sein Dienstfahrrad unmittelbar vor dem Fahrzeug des 50-jährigen Serben ab. Da er sich allerdings weiterhin renitent verhielt, versuchte der Fahrradpolizist, ihm den Fahrzeugschlüssel abzunehmen. In diesem Moment setzte der Lenker den Lieferwagen plötzlich in Bewegung und schleifte dabei das vor dem Pkw befindliche Rad mit.
Nur gezielter Faustschlag konnte Drogen-Raser stoppen
Da sich die Hand des Beamten zu diesem Zeitpunkt im Fahrzeug befand, wurde dieser über eine Strecke von mehr als 100 Metern mitgeschleift. Durch einen Schlag gegen das Gesicht des Lenkers gelang es dem Beamten schließlich, das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen. Der Serbe konnte in weiterer Folge festgenommen werden.Bei einer amtsärztlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass der Fahrzeuglenker durch Suchtmittel beeinträchtigt war. Seine Führerschein war ihm bereits vor geraumer Zeit entzogen worden. Da sich sein fahrbarer Untersatz zudem in einem äußerst desolaten Zustand befand, wurden die Kennzeichen abgenommen. Der 50-Jährige wurde festgenommen und angezeigt. Der Beamte erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.