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Inzest-Drama

Einvernahme der Opfer verschoben

In der ersten Juliwoche waren die ersten Einvernahmen der Inzest-Opfer geplant. Aus gesundheitlichen Gründen wurde der Termin verschoben.

Im Fall des unfassbaren Inzest-Dramas von Amstetten stehen die Justizmühlen still. Nachdem die Einvernahmen des Verdächtigen, Josef Fritzl (73), abgeschlossen sind, stehen nun die Fragen an die Opfer an. Zunächst hat es geheißen, dass Inzest-Opfer E. (43) und ihre Mutter in der ersten Juliwoche vernommen werden. Doch der Termin wurde nun verschoben – wohl aus gesundheitlichen Gründen.

Mitte Juli
„Wir rechnen mit der ersten kontradiktorischen Vernehmung der Zeugen frühestens ab Mitte Juli“, so Behördensprecher Gerhard Sedlacek gegenüber ÖSTERREICH. Laut der neuen Prozessordnung richtet bei einer sogenannten kontradiktorischen Vernehmung allein der Haftrichter die Fragen an die abgeschirmten Opfer. Ihre Aussagen werden für den späteren Strafprozess auf Video aufgenommen.

Beschützt
Josef Fritzl und sein Anwalt Rudolf Mayer sowie Staatsanwältin Christine Burkheiser dürfen sich selbst den Opfern nicht nähern. Sie verfolgen die Aussagen nur über einen Bildschirm. Der Inzest-Vater, sein Verteidiger und die Anklägerin dürfen ihre Fragen ausschließlich über den Haftrichter stellen. E. und ihre Mutter R. müssen dem Kellermonster nie wieder gegenübertreten!

Trauma
Ob L. (15), M. (14), A. (12) und die Kellerkinder K. (19), S. (18) und F. (5) jemals als Zeugen aussagen müssen, ist ungewiss. Grundsätzlich möchte die Justiz den jungen Opfern Fragen zu ihren Qualen möglichst ersparen.

Prozess
Ist die behutsame Einvernahme von E. und ihrer Mutter R. abgeschlossen, könnte Staatsanwältin Burkheiser die Anklage rasch fertigstellen – und somit den Weg für einen Prozess gegen Josef Fritzl noch Ende dieses Jahres freimachen.

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