NÖ Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) traf in Prag den tschechischen Parlamentspräsidenten Tomio Okamura – und die Themen hatten es in sich.
„Unsere beiden Länder verbindet nicht nur eine gemeinsame Geschichte, sondern auch eine enge Partnerschaft mit großem Potenzial für die Zukunft. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, diese Zusammenarbeit weiter zu stärken, insbesondere in den Bereichen Verkehr, Infrastruktur und Standortentwicklung“, betonte Landbauer.
Ganz oben auf der Agenda war der Lückenschluss zwischen der A5 Nordautobahn und der tschechischen D52. Landbauer macht Druck: "Das ist ein standortpolitisches Schlüsselvorhaben mit enormer wirtschaftlicher Bedeutung!" Rund 840 Millionen Euro Wertschöpfung hängen daran. Der Plan ist folgender: Es wird eine Verkehrsfreigabe bis 2034 besprochen – Österreich baut bis 2031, Tschechien bis 2032. Beide Seiten streben eine eng abgestimmte Umsetzung an, um Verkehrssicherheit, Entlastung und vor allem Wertschöpfung zu generieren und den Standort zu stärken. Das große Ziel ist die Verkehrsfreigabe bis 2034.
Zug statt Stau: Wien–Prag in unter 4 Stunden
Auch die Franz-Josefs-Bahn soll fit für die Zukunft werden. Vollständige Elektrifizierung, modernisierte Bahnhöfe, bessere Takte – und bis zu 55 Minuten Zeitersparnis! Bis 2032 soll Wien–Prag über Gmünd in knapp 4 Stunden machbar sein.
Abschließend unterstrich Landbauer die Bedeutung des bilateralen Austauschs: „Das Gespräch war von großer Offenheit und gegenseitigem Respekt geprägt. Es zeigt, wie wichtig der direkte Dialog zwischen unseren Ländern ist. Das Treffen in Prag war ein nächster Schritt zur Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Tschechien mit dem klarem Fokus auf Infrastruktur, wirtschaftliche Entwicklung und bürgernahe Politik.