Nach nahezu 40 Jahren im Dienst des Landes NÖ und prägende Verantwortung für Infrastruktur, Sicherheit und Straßendienst tritt Straßenbaudirektor Josef Decker in den wohlverdienten Ruhestand.
NÖ Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer (FPÖ) würdigt das Wirken des NÖ Straßenbaudirektors: „Josef Decker hat bleibende Spuren hinterlassen und das im besten Sinne des Wortes. Er hat sein Leben den Straßen NÖs gewidmet, Verantwortung getragen, historische Projekte umgesetzt und dafür gesorgt, dass das Straßennetz in NÖ heute leistungsfähig, sicher und auf die Zukunft ausgerichtet ist.“
Alle wesentlichen Bereiche des Straßendienstes durchlaufen
Decker trat 1991 in den Landesdienst ein und durchlief alle wesentlichen Bereiche des Straßendienstes. Von der Straßenplanung über den Straßenbetrieb bis zur Leitung der Straßenbauabteilung Wiener Neustadt führte ihn sein Weg 2014 an die Spitze als Straßenbaudirektor. In seine Dienstzeit fallen zentrale Infrastrukturprojekte im ganzen Land. Dazu zählen Umfahrungen wie Mistelbach, Zwettl, Wieselburg oder der Ringschluss Wiener Neustadt ebenso wie wichtige Vorhaben im hochrangigen Netz in enger Abstimmung mit der ASFINAG, etwa beim Ausbau der A4 und der Bau der A5. Auch bei bedeutenden Brückenprojekten, darunter die Donaubrücken in Krems, Grein, Mauthausen und Stein Mautern, trug er Verantwortung.
Funktion im Land und überregional
Ein klarer Schwerpunkt seiner Arbeit lag im Straßenbetrieb. Verkehrssicherheit, Winterdienst und verlässliche Abläufe hatten für ihn oberste Priorität. Die Modernisierung im Winterdienst, die Weiterentwicklung der Organisation und der Ausbau des Schulungszentrums in Krems zu einem zentralen Standort mit tausenden geschulten Mitarbeitern pro Jahr tragen seine Handschrift. Auch in Ausnahmesituationen war auf den Straßenbaudirektor Verlass. Beim Hochwasser 2024 mit hunderten Straßensperren, bei Hangsanierungen oder im Krisenmanagement an den Grenzen hat Decker Verantwortung übernommen und rasch gehandelt. Neben seiner Funktion im Land war er auch überregional engagiert, unter anderem als Sprecher der österreichischen Straßenbauleiter, in der Forschungsgesellschaft Straße Schiene Verkehr sowie im Umfeld der ASFINAG. „Mit Josef Decker geht eine Führungspersönlichkeit, die den niederösterreichischen Straßendienst über Jahrzehnte hinweg geprägt hat. Seine Arbeit wirkt weiter, in der Infrastruktur, in der Organisation und bei den Menschen, die diesen Dienst täglich leisten. Für diesen Einsatz gebührt ihm Respekt und Anerkennung. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünsche ich ihm alles Gute“, so Landbauer.