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Reh ausgewichen

Nach Busunfall bei Schrems noch 36 Verletzte in Spitälern

Nach dem verheerenden Busunglück auf der Waldviertel-Bundesstraße (B2) bei Schrems (Bezirk Gmünd) waren am Montag noch 36 Patienten in den Spitälern weiter in stationärer Behandlung.

Lebensgefahr dürfte aber bei keinem Verletzten bestehen, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Schrems, Herbert Winkelbauer. Neun Personen konnten noch gestern Abend die Heimreise antreten, für sie hatte das tschechische Busunternehmen einen Ersatzbus geschickt.

Bei den Verunglückten handelte es sich um eine Gruppe geistig behinderter Menschen, die mit ihren Betreuern auf der Heimreise von einem Aufenthalt in Kroatien gewesen waren. Vier Personen im Alter von 37, 46, 52 und 57 Jahren starben am Unfallort. Insgesamt war der Bus mit 49 Passagieren besetzt.

Lenker war Reh ausgewichen
Der bei dem Unfall ebenfalls verletzte 30-jährige tschechische Lenker hatte angegeben, einem Reh ausgewichen und dabei zu weit nach links geraten zu sein. Der Bus stürzte ungebremst über die Böschung, riss eine Birke um, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Ein mit dem Chauffeur durchgeführter Alkomattest ergab 0,0.

Die B2 war am Sonntag auf Grund der umfangreichen Rettungs- und Bergungsarbeiten - der Bus musste mit Hilfe von Kränen aufgerichtet werden - von 5.15 bis 13.35 Uhr für den kompletten Verkehr gesperrt.

Niederösterreichs Gesundheitslandesrat Emil Schabl strich am Montag die effiziente Abwicklung des Großeinsatzes durch die Blaulichtorganisationen hervor. Das Zusammenspiel aller Kräfte im Interesse der Verunglückten habe hervorragend funktioniert. Hinter der Top-Logistik der Rettungsstruktur im Bundesland stünden motivierte Freiwillige, betonte der Landesrat.



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