Richtungsschwenk

SPÖ NÖ: Rolle rückwärts bei Notazrt-Kahlschlag

Es ist eine Kehrtwende, die tausende Niederösterreicher aufatmen lässt: SPÖ-Landesparteichef Sven Hergovich macht eine überraschende Rolle rückwärts – und stellt sich damit gegen die geplante Schließung von elf der 32 Notarzt-Standorte im Land! 

Noch bis zuletzt hatte Hergovich gemeinsam mit Gesundheitslandesrätin Eva Prischl den umstrittenen "Gesundheitspakt 2040+" voll mitgetragen – inklusive aller Einschnitte. Doch jetzt ist alles anders! Am Montag verkündete der SPÖ-Chef im Landesparteivorstand das Ende der Unterstützung für die Standortschließungen. In der NÖ Landesregierung stehen damit nur noch ÖVP und FPÖ hinter dem

Kahlschlag beim Notarztsystem

Königsberger-Ludwig-Abgang als Wendepunkt
Gestärkt durch die Nichtkandidatur von Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig beim Parteitag Ende Mai wagte Hergovich den Schwenk. Die frühere NÖ Gesundheitslandesrätin war selbst an der Ausarbeitung des Gesundheitspakts beteiligt gewesen – bevor sie nach Wien in die Bundespolitik wechselte.

Das sind die Kritikpunkte

Die SPÖ NÖ macht aus Ihrer Wut keine Mördergrube: Finanzierung unklar, Flugrettung nicht ausgebaut, längere Transportwege, keine gesicherte Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Strukturveränderungen dürften "nur dann erfolgen, wenn ein gleichwertiger Ersatz nachweislich sichergestellt ist" – sonst sei die Schließung von Standorten "einfach nicht verantwortbar"!

Was jetzt kommt

Die neue Linie soll in einem eigenen Landtagsantrag münden. Ein Teilerfolg ist das auch für Mostviertler Nationalratsabgeordneten Alois Schroll, der sich seit Monaten gegen die Pläne stemmt. Und für die tausenden Bürgerinnen und Bürger, die für den Erhalt der Notarztstandorte unterschrieben haben – sie bekommen endlich Rückenwind!Ein Schalk, wer denkt, dass dieser Politschwenk mit der morgen vor dem Landtag abgehaltenen Groß-Demo "#NeuverhandlungGesundheitsplan2040+" zu tun hat.

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