Im Falle der wegen illegaler Ablagerungen gesperrten Deponie in St. Pölten dürfte nun eine Lösung erzielt worden sein. Laut Behörde wird der Betreiber den nicht gesetzeskonform gelagerten Abfall nachbehandeln und entsorgen. Die Deponie soll jetzt saniert werden.
Auf der Deponie in St. Pölten müssen Tonnen von unsachgemäß entsorgtem Restmüll abgetragen werden. Mittlerweile hat der Betreiber der Behörde ein neues Sanierungskonzept vorgelegt, das laut Land die Anforderungen erfüllt. Die Nachbehandlung soll vor Ort in der mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) erfolgen.
Die Frist ist bis Mitte 2029 verlängert worden und die Umsetzung werde vom Land kontrolliert, sagt Leopold Schalhas, der Leiter der Abteilung Umwelt und Anlagenrecht im Gespräch mit noe.ORF.at. Das Prozedere sei klar: „Es ist in 25-mal-25-Meter-Abschnitten zu arbeiten“, kündigt er an. Er sei auch in regelmäßigem Kontakt mit Anrainern und zuversichtlich, dass nun Ruhe eintrete.
Nach Aufdeckung von Greenpeace reagierte Behörde
Die Deponie "Am Ziegelofen“ war 2019 von der Stadt St. Pölten an einen neuen Eigentümer übergegangen. Danach war die Geruchsbelästigung auffällig gestiegen. Im Dezember 2024 hatte die Umweltorganisation Greenpeace das Land auf mögliche illegale Müllablagerungen aufmerksam gemacht. Es kam zu 25 Probeschürfungen, bei 23 gab es laut Land NÖ Beanstandungen. Danach war die Deponie behördlich geschlossen worden.
Beim illegal deponierten Material soll es sich um 90.000 Kubikmeter handeln. Um Missstände künftig zu verhindern, hat Greenpeace ein neues Kontrollsystem für Deponien gefordert. Es sei alarmierend, dass "systematische Falschdeponierung anscheinend über Jahre hinweg“ möglich sei, ohne dass Kontrollorgane etwas davon bemerkten.