Die sinkenden Kurse haben mit einer Entscheidung von Donald Trump zu tun.
Nach einer Rekordrallye geben die Preise für Gold und Silber nun wieder deutlich nach. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) fiel auf rund 4.500 US-Dollar (3.775,49 Euro). Damit liegt der Goldpreis inzwischen fast 1.100 Dollar oder fast ein Fünftel unter seinem erst am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 5.595 Dollar.
Beim Silber fällt der Einbruch vom Rekordhoch noch drastischer aus. Der Preis für eine Feinunze sackte am Montag um bis zu weitere 15 Prozent auf 72,79 Dollar ab. Der Silberpreis am Montag liegt rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar.
Neuer Fed-Chef
Wesentlicher Auslöser des jüngsten Goldpreisrutsches war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese oftmals auf Kredit "zocken", kommen sie bei fallenden Preisen schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den Preis dann weiter unter Druck; eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist.