In der heutigen Landtagssitzung steht auch die Energie-Thematik auf dem Programm. Es ging hoch her.
"Energiepreise senken - EVN-Übergewinne gehören allen Niederösterreichern!" lautet der Titel einer von den Sozialdemokraten beantragten Aktuellen Stunde. Die EVN hatte vergangenen Freitag einen neuen Tarif mit durchschnittlich rund zehn Cent netto pro Kilowattstunde angekündigt. Eine Senkung mit 1. April sei "viel zu spät", kritisierte SPÖ-Klubobmann Hannes Weninger in einer Pressekonferenz. Als "Sofortmaßnahme" schlug Landesparteichef Landesrat Sven Hergovich eine Rückerstattung in Höhe von 600 Euro pro Stromkunde vor. Die EVN müsse "Übergewinne endlich an die eigene Bevölkerung zurückverteilen". Gefordert wird auch, dass wie beim landeseigenen Tiroler Energieversorger Tiwag preiswerter Strom als Ziel in die EVN-Satzung aufgenommen wird.
"Dank des neuen Strommarktgesetzes des Bundes kann die EVN nun als erster Landesenergieversorger diesen Schritt gehen und niedrigere Energiepreise rasch weitergeben", teilte ÖVP-Klubobmann Kurt Hackl mit.
Grünen-Klubobfrau Helga Krismer indes forderte in einem Pressegespräch einen Ausbau und eine Kostensenkung bei Fernwärme. NEOS-Energiesprecher Christoph Müller verlangte, dass Erlöse des Landes aus der EVN-Beteiligung für Investitionen in die Energiewende zweckgewidmet werden.