In Zwettl haben Kriminelle sich als Polizisten ausgegeben und so einen 70-jährigen Mann um 65.000 Euro betrogen. Sie sollen zuvor vorgetäuscht haben, dass seine Tochter in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt war.
Ende Jänner bekam der Mann zur Mittagszeit auf seinem Festnetztelefon einen Anruf, wie auch die „Niederösterreichischen Nachrichten“ berichten. Eine Frau gab sich dabei als Polizistin aus und erzählte ihm, dass seine Tochter einen Autounfall mit tödlichem Ausgang des anderen Beteiligten hatte.
Die Betrügerin forderte den 70-Jährigen dazu auf, eine Kaution zu bezahlen, damit seine Tochter nicht eingesperrt werde. Der Mann entschloss sich nach einem längeren Gespräch, der Forderung nachzukommen und ging zur Bank, um die 65.000 Euro zu holen, wie Polizeisprecherin Manuela Weinkirn auf Anfrage von noe.ORF.at bestätigte.
Geldübergabe auf Parkplatz
Auf einem Supermarktparkplatz in Zwettl erfolgte schließlich die Übergabe des Geldes an einen falschen Polizisten. Dabei wurde dem Opfer auch noch eindringlich klar gemacht, dass er seine Tochter nicht vor dem Abend anrufen dürfe.
Immer wieder geben sich Kriminelle als falsche Polizisten aus. Es wird daher dazu geraten, bei unbekannten Anrufern vorsichtig zu sein und mit Verwandten und Freunden darüber zu sprechen. Die Polizei rät außerdem, keine Details über das Vermögen preiszugegeben und niemals Wertgegenstände oder Geld an Unbekannte zu übergeben.
Empfohlen wird, einen Dienstausweis von dem angeblichen Polizisten zu fordern und sich unter der Notrufnummer 133 zu erkundigen, ob es diesen Beamten oder diese Beamte tatsächlich gibt. Auch Warnungen von Bankangestellten sollten ernst genommen werden.