LeitnerFTP-verhandlung

Nicht rechtskräftig

13 Jahre Haft für Hacken-Mörder

Der Maler aus Laakrichen, der eine Verehrerin mit der Hacke tötete, ist zu 13 Jahren Haft verurteilt worden.

Zu 13 Jahren Haft ist der Angeklagte Mittwochnachmittag im Welser Mordprozess verurteilt worden. Er erbat sich Bedenkzeit, der Staatsanwalt legte Berufung ein. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig.

Emotionslos hatte der Angeklagte Michael G. (25) am Dienstag vor Gericht geschildert, unter welch grausamen Umständen Gabriele Kölblinger (26) aus Eberstalzell sterben musste. 40 Mal soll er mit einer Hacke auf sie eingeschlagen haben. Vor vier Jahren lernte der Angeklagte die Grafikerin kennen. Anfangs hatte er Sympathien zu ihr, die aber nach einiger Zeit abflauten. Nicht aber bei dem späteren Opfer. Sie ließ nicht mehr von ihm los, fühlte sich für ihn verantwortlich.

Totschlag
Das ging sogar so weit, dass sie glaubte, die beiden seien auf einer höheren Ebene miteinander verbunden. „Sie sah in ihm ihren Meister“, sagt G.s Verteidiger. Kölblinger hatte sich mit spirituellen Dingen und dem Tod beschäftigt. Immer wieder machte ihr G. klar, dass er nichts von ihr wolle. „Umso mehr ich sie abwies, umso mehr fühlte sie sich zu mir hingezogen“, sagt der gelernte Maler, der sich wegen Totschlags, aber nicht wegen Mordes schuldig bekannte.

Aus Abhängigkeit wurde Blutbad
Nach dem langen Hin und Her eskalierte die emotionale Abhängigkeit dann am Morgen des Ostersonntags in einem Blutbad. Michael G. war im 200 Meter von seinem gemieteten Haus entfernten Stammlokal, trank dort zehn Bier und ging um sechs Uhr früh nach Hause. „Sie ist mir nach, hat mich angegriffen. Ich fühlte mich eingeengt.“ Zuhause angekommen, drosch er vor lauter Wut einen Badezimmerspiegel kaputt. Gabi Kölblinger folgte ihm, läutete an seiner Tür. Der 25-Jährige soll noch gesagt haben: „Schau' mich an wie es mir geht. Lass mich in Ruh'. Geh, sonst erschlag ich dich!“ Diese Droh­ung ignorierte sie. „Ich war in Trance, hab' zur Hacke gegriffen, ausgeholt und gegen ihren Kopf geschlagen“, so G.

Vor Gericht betonte der Laakirchner, er habe nicht gewusst, was er tat. Erst wenige Stunden später sei ihm alles klar geworden. Während einer 80-stündigen Flucht nach Frankreich wurde er festgenommen.

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten