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Lichterketten

Blinkender Weihnachtsglanz kostet 8 Mio. Euro

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Vorweihnachtlicher Glanz um acht Mio. Euro erstrahlt jedes Jahr auf den Hausfassaden und in den Vorgärten der Österreicher.

Die immer beliebter werdenden Lichterketten verbrauchen in den wenigen Wochen vor dem großen Fest so viel Strom wie 15.000 Haushalte in einem ganzen Jahr, rechnete der Geschäftsführer des Energiesparverbandes Oberösterreich, Gerhard Dell.

Vorsicht bei 'Stromfressern'
Lichterketten, -schläuche und -vorhänge werden immer beliebter, illuminierte Weihnachtsmänner und Rentiere mit blinkenden Nasen haben längst den Weg aus Amerika zu uns gefunden. Rund 50 Mio. Kilowattstunden Strom fließen alle Jahre wieder in die elektrische Lichterpracht, 90 Prozent davon allein in Privathaushalten. Es seien aber durchaus große Einsparungspotenziale vorhanden, so Dell. Wichtig sei, beim Kauf einen Blick auf die Lämpchenleistung zu werfen: "Es gibt welche, die ein Watt brauchen und andere, die fünf Watt brauchen." Man könne daher allein durch die Wahl des richtigen Produkts den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent reduzieren.

Zeitschaltuhren werden empfohlen
Erheblich teurer, aber bei weitem am effizientesten seien Lichterketten mit LEDs, deren Verbrauch bei einem Bruchteil von einem konventionellen Lämpchen liege. Sinnvoll sei auch der Einsatz von Zeitschaltuhren, die sicherstellen, dass nicht 24 Stunden lang Strom verbraucht wird, erklärte Dell.

Besser einen Bogen um Billig-Produkte machen
Auch der Sicherheitsaspekt solle nicht aus den Augen gelassen werden, riet der Experte. Es sei ratsam, beim Kauf darauf zu achten, dass die Lichterkette das CE-Prüfzeichen trage. Häufigster sicherheitstechnischer Fehler sei, nicht vor Spritzwasser geschützte und nur für den Innenraum geeignete Produkte im Freien zu verwenden. Gleiches gelte für Verlängerungskabel, die ebenfalls nicht alle für die Verlegung im Schnee tauglich seien. Bei unsachgemäßer Verwendung könne "einiges passieren", warnte Dell.

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