Auf Nibelungenbrücke

Der XS-Radstreifen sorgt für XL-Ärger beim Stadtchef

Grüne, Linzplus und Ahoi Linz wollen Lösungen für Radweg auf Nibelungenbrücke. Der nur 85 cm breite aufgepinselte Radstreifen am Gehweg ist nicht gesetzeskonform. 

Linz. Grüne, Linzplus und Ahoi Linz machen den Linzer Brückenradweg zum Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung am 5. Juni.

Nur wenige Tage gab es den zusätzlichen Radstreifen auf der Linzer Nibelungenbrücke, bevor Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) und Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP) den Versuch als gescheitert erklärten. Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) hat das Projekt mittlerweile zur Chefsache erklärt: "Hajart und Steinkellner haben das Projekt vorangetrieben, mit meiner Unterstützung. Sie haben es wieder abgesagt, ohne meiner Unterstützung."
Prammer hat mittlerweile diesbezüglich das Gespräch mit LH Thomas Stelzer (ÖVP) gesucht. Und: "Es laufen Gespräche zwischen Stadt und Land auf Expertenebene", so Prammer, der seine persönliche Favoritenlösung mit der Begründung "das tut nichts zur Sache" nicht bekannt gibt. Prammer, dessen Hobby Radfahren ist, fährt mittlerweile nur mehr selten über die Nibelungenbrücke. 

Räumlich getrennter Radweg
© Linz Plus

Andere Parteien machen hingegen klare Ansagen: "Die Fakten liegen am Tisch: Die Umwidmung einer Fahrspur ist die einzige kurzfristig realistische, finanziell vertretbare und strategisch sinnvolle Option", meint Grünen-Klubobmann Helge Langer. 

"Ein Anbau ist nicht nötig und lenkt vom Wesentlichen ab", sagt Linz Plus-Gemeinderätin Brita Povisan.

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