Bestand schrumpft

Luchsprojekt in Kalkaplen vor dem Neustart

Im Nationalpark Kalkalpen soll ein neues Projekt den stark geschrumpften Luchsbestand wieder sichern. 

Im Nationalpark Kalkalpen steht der Luchsbestand vor einem Neustart. Derzeit leben im Raum Molln nur noch vier Tiere, weshalb Fachleute eine gezielte Wiederansiedlung planen. Insgesamt sollen rund 20 Luchse in den kommenden Jahren in der Region angesiedelt werden, um eine stabile Population zu ermöglichen - ÖSTERREICH berichtete. 

Seit 2018 wurde kein Nachwuchs mehr verzeichnet. Die bekannten Tiere sind mittlerweile alt, weshalb die Chancen auf natürliche Fortpflanzung gering sind. Auch eine jüngste Paarung zwischen der Luchsin Skadi und dem Kuder Karo lässt laut Experten keine Hoffnung auf Jungtiere zu. Als einzig junges Tier gilt derzeit Luchs Janus, der 2025 in die Kalkalpen gebracht wurde.

Um den Bestand zu sichern, fehlen vor allem fortpflanzungsfähige Weibchen und weitere Männchen. Allerdings gestaltet sich die Beschaffung schwierig, da Luchse europaweit knapp sind und viele Projekte Tiere benötigen.

Projekt mit weiteren Schutzgebieten

Gemeinsam mit weiteren Schutzgebieten in Österreich soll nun ein neues Bestandsprojekt umgesetzt werden. Die Tiere könnten aus Ländern wie Deutschland, der Schweiz oder Rumänien stammen.

Mit ersten Erfolgen rechnen die Verantwortlichen erst in einigen Jahren. Frühestens Anfang der 2030er-Jahre könnte sich die Population nachhaltig erholen.

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