Adler

Grauenhafter Tod

Qualvoller Tod:
 Adler vergiftet

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Wieder Anschläge im Weinviertel - Tierschützer und Jäger sind empört.

Es muss ein grauenhafter Tod gewesen sein: Zwei junge Seeadler wurden bei Ringelsdorf und bei Loidesthal im Bezirk Gänserndorf (Weinviertel) verendet aufgefunden. Getötet von Ködern, die mit Carbofuran präpariert worden waren. Das Nervengift, das zu Lähmungen und zum langsamen Erstickungstod führt, ist innerhalb der EU seit 2008 verboten.

Gerade für österreichische Tierschützer sind die Gift-Anschläge besonders empörend. Nicht nur, weil der imposante Greifvogel das Wappentier der Republik ist. Sondern vor allem, weil der König der Lüfte nach dem Zweiten Weltkrieg in Österreich ausgestorben war und nur durch jahrelange Bemühungen erneut angesiedelt werden konnte. 50 Jahre dauerte es, bis der Seeadler 2001 erstmals wieder brütete.

Es ist gerade mal ein paar Wochen her, dass der WWF einen neuen Seeadler-Rekord vermeldete. Allein in Niederösterreich wurden 85 Exemplare gezählt, 49 davon in den March-Thaya-Auen. Sie überwinterten im Land, 14 Brutpaare haben sich dagegen fest angesiedelt.

Die zunehmende Population scheint jedoch auch Adler-Feinde verstärkt auf den Plan zu rufen. Schon in früheren Jahrhunderten wurden sie verfolgt und getötet, weil sie Jagd auf Kleinwild und auch auf frei lebende Haustiere machen.

Im Weinviertel wurden seit 2007 nachweislich sechs Seeadler und drei der noch selteneren Kaiseradler vergiftet. „Wir werden alles unternehmen, um die Täter ausfindig zu machen und hart zu bestrafen“, sagt Peter Lebersorger vom Landesjagdverband.

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