Rezepte gefälscht

Schwiegermutter (72) und 30-Jähriger verkauften "Substi"

Um an die Medikamente zu kommen, machten der Wiener und seine Schwiegermutter gemeinsame Sache.

Wien. Seit bereits über einem Jahr führten Beamte des Landeskriminalamtes Wien, Außenstelle Zentrum Ost, Ermittlungsbereich Suchtmittel Ermittlungen hinsichtlich mehrerer Rezeptfälschungen. "Eine vorerst unbekannte weibliche Person soll Rezepte, lautend auf diverse nichtexistierende Identitäten, in Apotheken im Raum Wien eingelöst bzw. versucht haben einzulösen. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Apothekerkammer Wien ist es den Beamten gelungen, die 72-jährige Frau auszuforschen", so die Wiener Polizei in einer Aussendung.

Den Uniformierten gelang es im Zuge von weiteren Ermittlungen und einer Hausdurchsuchung, den eigentlichen Verantwortlichen und die im Verdacht der Urkundenfälschung stehende Person auszuforschen. Dabei handelt es sich um den 30 Jahre alten Schwiegersohn der 72-Jährigen. Die Pensionistin soll die Tabletten - bei denen es sich hauptsächlich um psychotrope Substanzen (im Volksmund "Substi") gehandelt haben soll - "nur" gekauft und diese dann dem 30-Jährigen gegeben haben. Der Wiener soll dann offenbar diese weiterverkauft haben.

Der Schwiegersohn konnte am Donnerstag im Zuge einer Hausdurchsuchung an seiner Wohnadresse in Wien-Ottakring vorläufig festgenommen werden. "In der Wohnung konnten gefälschte Rezepte im zweistelligen Bereich aufgefunden und sichergestellt werden", so die Polizei. Der 30-Jährige verweigerte die Aussage und wurde auf freiem Fuß angezeigt. Die 72-Jährige wurde ebenso angezeigt.

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