Sechs Tote in NÖ

Ehemaliges Gasthaus als Schauplatz einer Bluttat

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Familie zog nach Schließung ein und lebte laut Nachbarn zurückgezogen.

Das Gebäude in Böheimkirchen, das zum Schauplatz einer Bluttat geworden ist, war früher einmal ein Wirtshaus. Es hatte im ersten Stock auch Fremdenzimmer, berichtete eine Frau, die in der auf einer Anhöhe gelegenen Siedlung ein paar Häuser weiter wohnt. Nach der Schließung der Gastwirtschaft sei die Familie - drei Generationen - eingezogen, habe aber sehr zurückgezogen gelebt, sagte die Nachbarin.

Familien-Drama in NÖ: Sechs Tote

Familie lebte "unauffällig"

20 Jahre lang hatte er das nahe der Westbahn gelegene Gasthaus geführt, ehe er das Gebäude vor gut einem Jahr an die aus der Umgebung stammende Familie verkaufte, erzählte der vormalige Gastronom, dessen Tochter noch im Nachbarhaus wohnt, der APA. Er beschrieb die Familie - Bruder und Schwester plus drei Kindern und ihre Mutter - als "unauffällig". Es seien keine Streitereien vorgefallen bzw. bekannt geworden.

Nach seinen Angaben hatte der ehemalige Hauseigentümer am Donnerstag um 11.00 Uhr einen Anruf von der Polizei erhalten. Er wurde nach dem Zugang zu dem Gebäude gefragt, weil die Beamten Nachschau halten wollten. Die drei schulpflichtigen Kinder seien nämlich bereits seit drei Tagen vermisst worden, habe es geheißen.

Das Haus selbst war von der Polizei abgesperrt worden, während die Spurensicherung am späten Nachmittag offenbar noch im Gang war. Schaulustige zeigten sich in der Umgebung zunächst wenige.
 

© TZOE
Böheimkirchen Familiendrama

Grafik: Tageszeitung ÖSTERREICH
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