So brutal arbeitet Mädchen- Mafia

Kampf gegen Mafia

So brutal arbeitet Mädchen- Mafia

Polizei zerschlug einen Mädchen-Ring, Tausende noch in Zwangsprostitution.

Der Tag nach der Zerschlagung des bulgarischen Mädchen-Rings: Sechs Männer und zwei Frauen sitzen in Haft, nach fünf Verdächtigen wird per Haftbefehl gefahndet. Aber: Die Einvernahmen sind schwierig und werden über das Wochenende noch andauern.

Polizei: Operationen gegen Mädchen-Mafia topsecret
Freitagfrüh konnte eine Hundertschaft von Polizisten 21 bulgarische Zwangsprostituierte befreien (siehe rechts). Die ausweglose Situation dieser Mädchen ist aber kein Einzelfall, wie Experte Gerald Tatzgern vom Bundeskriminalamt ÖSTERREICH bestätigt. „Von 10.000 Prostituierten in Österreich sind mehrere Tausend Zwangsprostituierte. Sie werden ausgebeutet und kommen aus der Abhängigkeit nicht mehr selbst heraus.“
Die Menschenhändler-Mafia arbeite immer nach demselben Schema: Mädchen aus wirtschaftlich schwachen Gebieten werden durch falsche Versprechungen oder Liebesbekundungen nach Österreich gelockt. Hier dürfen sie keine sozialen Kontakte pflegen und werden komplett kontrolliert. Die Polizei ist den Hintermännern jedenfalls auf der Spur.

Tatzgern: „Dieser Coup ist erst der Beginn neuer Ermittlungen. Wir haben derzeit mehrere Operationen parallel am Laufen.“

Polizei-Coup: 21 Frauen gerettet - 8 Täter in Haft

Es war einer der größten Polizei-Coups dieses Jahres: Freitagfrüh um 7.30 Uhr stürmten 140 Beamte von Cobra und WEGA 15 Wiener Wohnungen. Am Ende konnten die Kriminalisten 21 Mädchen, die aus dem bulgarischen Ort Haskovo stammen und in Wien zwangsprostituiert wurden, retten. Die Vorbereitung für den spektakulären Zugriff dauerte mehrere Monate.

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