Eisiger Wind, Schneefall und frostige Temperaturen bringen obdachlose Menschen in Wien in Lebensgefahr. Der Fonds Soziales Wien hat nun reagiert und zusätzliche Plätze in Notquartieren geschaffen.
Sturmtief Elli hat Wien mit voller Wucht getroffen. Eiseskälte, Schneefall und beißender Wind machen das Leben auf der Straße gefährlich. Um obdachlose Menschen vor der Kälte zu schützen, hat der Fonds Soziales Wien rasch reagiert. Am Wochenende wurden 40 zusätzliche Notquartiersplätze geschaffen. Diese kommen zu den 30 Plätzen hinzu, die kurz zuvor bereits eröffnet worden waren. Damit stehen nun rund 70 neue Plätze im 24-Stunden-Betrieb bereit. Dort erhalten Menschen in Not Schutz, Versorgung und Wärme.
Klirrende Kälte - Glatteis in ganz Wien.
FSW handelt rasch und verlässlich
Das Winterpaket des FSW bietet jedes Jahr etwa 1.000 Plätze. Aufgrund der aktuellen Wetterlage wurde es bereits mehrfach erweitert. Die neuen Quartiere betreiben die Partnerorganisationen FSW Obdach und Johanniter Österreich. "Wenn wir sagen, dass in Wien niemand in der Kälte auf der Straße nächtigen muss, dann meinen wir das auch so", betont Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ).
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Klirrende Kälte - Glatteis in ganz Wien.
Klirrende Kälte - Glatteis in ganz Wien.
Klirrende Kälte - Glatteis in ganz Wien.
Auch die Geschäftsführerin des FSW hebt den raschen Einsatz hervor. "Dass wir so rasch handeln konnten, zeigt einmal mehr, wie gut die soziale Infrastruktur für Menschen in Not in Wien aufgestellt ist", sagt Susanne Winkler. Die Zusammenarbeit mit den Partnern funktioniere reibungslos. Jede zusätzliche Maßnahme könne in diesen Tagen Leben retten.
Hohe Auslastung, wachsender Bedarf
"Zur Sicherheit haben wir am Wochenende weitere Kapazitäten aktiviert und werden sie bis auf Weiteres bereitstellen", so Markus Hollendohner, Leiter der Obdach- und Wohnungslosenhilfe im FSW. Derzeit seien alle 13 Notquartiere stark ausgelastet. Wenn die Kälte anhält, könne sich der Bedarf noch weiter steigern.
Hilfe per App - jeder Klick zählt
Neben den professionellen Teams setzt Wien auch auf die Unterstützung der Bevölkerung. Mit der kostenlosen FSW-KälteApp können Passantinnen und Passanten melden, wenn sie obdachlose Menschen im Freien sehen. Die Straßensozialarbeit reagiert unmittelbar. Sie informiert über Hilfsangebote, verteilt Schlafsäcke, warme Getränke oder begleitet Menschen in Not in ein Quartier. Jeder Klick auf der App kann in diesen Tagen entscheidend sein. Die Stadt appelliert an alle, nicht wegzusehen.