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Knapp drei Stunden dauerte es Mittwoch in Graz bis zum ersten Urteil gegen Kartnig.

Auf die Schnelle vier Jahre und ein Monat Haft plus Fußfesselverbot ausgefasst: So kann Ex-Sturm-Boss Hannes Kartnig den gestrigen Mittwochvormittag zusammenfassen. Unter Blitzlichtgewitter wurde der 63-Jährige im feinen Nadelstreif um 8.30 Uhr in den ­Gerichtssaal geführt , kurz nach elf verkündete Richter Martin Wolf das erste Urteil – unter anderem wegen teils versuchten, schweren Betruges über 1,4 Millionen Euro. Kartnig nimmt sich Bedenkzeit, Staatsanwalt Johannes Winklhofer beruft.

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 Tickets und Schwarzgeld
Manipuliert. Zurzeit sitzt Kartnig nach dem Verlust der Fußfessel 15 Monate wegen Finanzdelikten ab – er wird sie nicht wieder bekommen: Der Richter sprach nun ein Fußfesselverbot aus. Offen sind weitere 15 Monate, falls er eine Geldstrafe nicht bezahlen kann. Und kurz vor Mittag ging es dann mit weiteren Betrugsvorwürfen gegen Kartnig und vier weitere Ex-Sturm-Funktionäre weiter: Sie sollen bei den Ticketabgaben an Bundesliga und Fußballverband getrickst und u. a. mit dem Schwarzgeld Spieler bezahlt haben. Kartnig: „Ich bin unschuldig. Ich hatte mit diesen Dingen nichts zu tun.“ Staatsanwalt Johannes Winkl­hofer beharrt: Der Schaden betrage 72.000 Euro. Kartnig via Anwalt: „Ich beantworte keine Frage des Staatsanwaltes.“

Heute soll der Prozess mit Zeugen fortgesetzt werden. Entscheiden muss das Gericht auch über Gutachter Fritz Kleiner – er wird von Kartnig und seinen Anwälten als befangen abgelehnt.

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