Susanne M.

1. Mail
 aus 
der 
Todeszelle

Verzweifelte Nachricht an ihren Stiefvater

Tänzerin im Horrorknast in Indonesien: Polizei hält Susi für Schmugglerin.

 „Ihr müsst alles versuchen! Es ist furchtbar hier!“, schrieb Susanne M. (29) in ihrem Mail aus dem Knast in Jakarta: „Ich werde so stark wie nur möglich sein, um schnell nach Hause zu kommen,“ zeigt sich die Niederösterreicherin hoffnungsvoll. Sie wurde wegen Drogenschmuggels verhaftet. Drei Kilo Crystal Meth fanden Zollbeamte in ihrem Koffer. Susi schwört, nichts von den Drogen gewusst zu haben. Sie wird jetzt von der österreichischen Botschaft betreut. „Ich wurde reingelegt“, erklärt sie.

Jetzt auch Hass-Postings gegen Susi im Internet
Wie berichtet, hatte die Tänzerin im Internet einen Afrikaner kennengelernt, der sie zu einer internationalen Tournee einlud. In Indonesien war dann Endsta­tion. Susi droht jetzt nicht nur die Todesstrafe, auch die Drogenmafia soll hinter ihr her sein. Grund: Susi half der Polizei, einen Verdächtigen festzunehmen. Im Internet wurden Hass-Postings veröffentlicht, in denen sie als Betrügerin beschimpft wird. Auch ein Foto ihres Passes ist abgebildet. Eine Kopie musste Susi übrigens dem „Veranstalter“ schicken, damit er 
ihren Flug buchen konnte …

Susis Mail an ihren Stiefvater

„Ich brauche deine Hilfe, Mike hat mich reingelegt“; schrieb Susanne an ihren Stiefvater Peter K.: „Er hat gesagt, dass ich nicht mit meinem Koffer nach Indonesien fliegen darf, und ist mit mir in einen Shop in Senegal gegangen, um einen kleineren zu kaufen. Ich habe ihm vertraut, weil es nie Probleme gegeben hat.“ Die Drogen seien ihr untergejubelt worden. „Ich habe der Polizei geholfen, die Leute zu schnappen. Ich muss trotzdem ins Gefängnis.“ Susi bittet ihn in dem Mail sogar, dem Bundeskanzler einen Brief zu schreiben.



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