Grusel-Prozess in Tirol: Lebenslang für 24-Jährigen

Sikh-Paar tötete Pakistani

Grusel-Prozess in Tirol: Lebenslang für 24-Jährigen

Den Hauptangeklagten erwartete eine lebenslange, seine Komplizin ebenfalls eine Haftstrafe.

Ein Gruselmord sondergleichen ereignete sich vor einem Jahr in einer Wohnung in Innsbruck-Wilten. Am Mittwoch stand ein indischstämmiges Sikh-Pärchen (er: Wirt, sie: Medizinstudentin), flankiert unter anderem von Eis­lady-Anwalt Rudi Mayer aus Wien, vor Gericht:

Weil Party-Gast Ahmad J., ein 29-jähriger, wegen Ver­gewaltigung vorbestrafter ­Pakistani und illegaler Flüchtling, der als U-Boot in Europa umherjettete, die 22-jährige Freundin des Gastronomen (24) unsittlich berührte, drehte der Sikh-Wirt völlig durch:

Obwohl der Lokalbetreiber in ­jener Wodka-Nacht selbst den vierten Partygast, eine Inderin aus London, vergewaltigt haben soll, ahndete er den Übergriff durch den Pakistani maximal im Blutrausch. Mit seinem Gürtel soll er Ahmad J. stranguliert haben und – als das Mordopfer noch lebte (!) – mit einem Messer, das ihm seine Freundin brachte, die Hand amputiert und die Kehle durchgeschnitten haben.

Der Erstangeklagte bekannte sich in der Verhandlung schuldig. Er sei „explodiert“, als der andere zugegeben habe, seine Freundin sexuell angegangen zu sein. Seine Freundin hingegen, die den horrormäßigen Ablauf der Ereignisse mit dem Handy filmte, wies jede Schuld von sich. Sie sei in die Situation einfach hineingeraten: Als die Spirale der Gewalt begann, habe sie alles gemacht, was ihr Freund befahl, weil sie Angst hatte, dass er auch ihr etwas antun ­könnte.

Der 24-jährige Inder wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wird außerdem in eine Anstalt für geistigabnorme Rechtsbrecher eingewiesen, da Psychiaterin Adelheid Kastner eine Psychopathie diagnostiziert hatte.

Seine mitangeklagte 22-jährige Freundin wurde zu drei Monaten Haft wegen Störung der Totenruhe verurteilt, vom Vorwurf des Beitrags zum Mord wurde sie aber freigesprochen. Die Urteile waren vorerst nicht rechtskräftig.

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