Bei einem Lawinenabgang im freien Skiraum in St. Anton am Arlberg in Tirol (Bezirk Landeck) sind am frühen Montagnachmittag zwei Freerider von den Schneemassen erfasst worden, aber unverletzt geblieben.
Einer der Wintersportler wurde rund 200 Meter mitgerissen, der andere fünf Meter. Verschüttet wurden beide nicht, sie blieben an der Oberfläche, sagte eine Polizeisprecherin zur APA. Ein an Ort und Stelle befindlicher dritter Freerider wurde hingegen nicht erfasst.
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Ursprünglich war ersten Informationen zufolge davon die Rede gewesen, dass zwei Wintersportler im Bereich des "Törlis", einer steilen Rinne, verschüttet wurden. Dies bewahrheitete sich aber letztlich nicht. Jener Freerider, der 200 Meter mitgerissen wurde, habe zuvor sein Snowboard abgeschnallt und sei zu Fuß nach oben gegangen, hieß es von der Exekutive. Dabei könnte er das Schneebrett ausgelöst haben, gesichert sei dies aber nicht. Der Mann hatt einen Lawinenairbag bei sich, der ausgelöst wurde. Er wurde letztlich mit einem Hubschrauber ausgeflogen, die beiden anderen konnten selbstständig abfahren.
Hinweise auf weitere Verschüttete gab es nicht. Zwischenzeitlich war die Suche aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden.
Große Lawinengefahr
Im Einsatz standen unter anderem der Notarzthubschrauber Gallus 3, der Polizeihubschrauber Libelle Tirol sowie die Bergrettung St. Anton. Im Westen Tirols herrschte infolge von starken Niederschlägen am Montag in höheren Lagen verbreitet Lawinenwarnstufe 4, also große Gefahr.