Waffen und Schmuck

Spektakuläre Grabfunde in Halleiner Altstadt

Keltische und römische Siedlungsreste wurden bei Bauarbeiten gefunden. 

Bei Bauarbeiten in der Altstadt von Hallein (Tennengau) wurden überraschend keltische und römische Siedlungsreste entdeckt. Waffen, Schmuck und Keramik aus 151 Einzelobjekten gehen als Schenkung an das Keltenmuseum Hallein.

Zu den bedeutendsten Funden zählt das Grab eines keltischen Mannes mit Schwert, Lanzenspitze, Schere und Keramikgefäß. Auch im Grab einer Frau wurden wertvolle Gegenstände wie eine Bronze-Gürtelkette gefunden. Die Vielzahl und Qualität der Objekte deutet auf Angehörige der Oberschicht hin. Museumsleiter Florian Knopp bezeichnet den Fund als „besonderen Moment“; die Grabung wurde über Monate wissenschaftlich begleitet. Kurz vor Weihnachten wurde die Schenkung notariell fixiert, Land Salzburg und Stadt Hallein sind nun Eigentümer der Objekte.

Angehörige der Oberschicht in Talsiedlung bestattet

Bisher galt der Dürrnberg als Zentrum der keltischen Hochkultur, die Talsiedlung wurde als nachrangig eingeschätzt. Die neuen Entdeckungen zeigen jedoch, dass hier ebenfalls Angehörige der Oberschicht lebten und bestattet wurden, was das bisherige Geschichtsbild korrigiert.

Die Eigentümer überlassen die Funde dauerhaft dem Museum, wodurch Forschung, Erhalt und spätere Ausstellung gesichert sind. Die Restaurierung läuft, eine erste Präsentation ist für 11. bis 15. März geplant.

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