Population sichern

20 Luchse werden in Wäldern freigelassen

Nationalparks Kalkalpen, Gesäuse und das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal haben jetzt ein gemeinsames Positionspapier unterzeichnet.

Das Luchsvorkommen in den heimischen Wäldern ist stark gefährdet. Aus diesem Grund haben die Nationalparks Kalkalpen, Gesäuse und das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal ein gemeinsames Positionspapier unterzeichnet, um den Fortbestand des Luchses zu sichern. Aktuell leben nur sieben Luchse in der Region. Aufgrund ihres Alters und der engen verwandtschaftlichen Beziehungen ist die Population akut gefährdet.

20 Luchse sollen freigelassen werden

Ziel der Maßnahmen ist es, eine langfristig stabile Population zu etablieren. Dazu sollen rund 20 genetisch nicht verwandte Tiere in den nördlichen Kalkalpen freigelassen werden, um die Diversität zu erhöhen und das Überleben der Art zu sichern. Die Nationalparks planen zudem die Schaffung von Korridoren zwischen Lebensräumen, die den Luchsen Wander- und Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Bundesländer müssen zusammenarbeiten

Nur durch eine koordinierte, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern Steiermark, Nieder- und Oberösterreich kann eine selbstständige Population in den Alpen entstehen. Das Projektgebiet umfasst 12.000 Quadratkilometer, mehr als 70 Prozent sind bewaldet. Durch diese Maßnahmen sollen Luchse langfristig wieder in ausreichender Zahl in den heimischen Wäldern leben können, ohne dass die Population auf ständige menschliche Unterstützung angewiesen ist.

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