Skifahrer in Gondel gefangen

Stromausfall

Skifahrer in Gondel gefangen

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Zehn Personen wurden aus 50 Meter Höhe mittels Tau abgeseilt.

Es war ein Schock für neun Passagiere am Freitagmorgen im Skigebiet bei Zams (Bezirk Landeck). Eng aneinander gedrückt standen die Sportler mit ihrer Skiausrüstung in einer Gondel, als diese plötzlich in 50 Metern Höhe stoppte. Sie warteten auf die Weiterfahrt – doch die setzte nicht ein.

Notantrieb der Gondel funktionierte nicht
Zur gleichen Zeit in der Zentrale der Bergbahnen Venet: „Um 9.20 Uhr ging bei uns der Alarm ein, weil wir einen Stromausfall hatten“, sagte Pressesprecher Andreas Kurz. Mit dem Notantrieb sollten die Fahrgäste aus den Seilbahnen geholt werden. Alles sollte schnell gehen, niemand sollte Angst bekommen. Doch es kam anders.

Denn zumindest eine Gondelbahn fuhr nicht, trotz Notantrieb. „Zu allem Unglück ist der auch noch ausgefallen“, sagte Kurz gegenüber ÖSTERREICH. Während sich der zuständige Energieversorger Tiwag an die Behebung des Stromausfalls machte, wollte die Bergrettung die neun Sportler abseilen. Doch die weigerten sich.

Als die Nerven blank lagen, wurden alle abgeseilt
Aus Angst vor der großen Höhe drängten die Skifahrer weiter ins Innere der Gondel. Ein Hubschrauber wurde für die Bergung bestellt, doch auch diese Rettung lehnten die Sportler ab. Erst fünf Stunden später, als die Nerven blank lagen, ließen sie sich überreden. Mit einem Seil wurden sie geborgen.

Völlig unterkühlt und zittrig vor Aufregung kamen sie am Boden an. Das Rote Kreuz empfing die Sportler mit Tee und Decken. „Ich freue mich jetzt erst mal auf eine heiße Badewanne“, sagte eines der Opfer, glücklich über die gelungene Rettung. Die Bergbahnen Venet entschuldigten sich für die Umstände.

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