Weil seine Ex-Freundin behauptete, dass der Nachbar ihr Kokain angeboten hatte, sah ein 16-Jähriger rot und stach zu.
Wien. Zu den blutigen Szenen kam es am Montag im 21. Wiener Gemeindebezirk. Der 16 Jahre alte Tschetschene wurde am Abend von seiner 15-jährigen Ex-Freundin telefonisch kontaktiert. Die Jugendliche gab an, dass ihr vom Nachbarn (22) des Tschetschenen Kokain angeboten worden sei.
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Situation eskalierte
Gegen 22.45 Uhr suchte der 16-Jährige den 22-Jährigen auf, um ihn zur Rede zu stellen. Die Situation eskalierte schnell. Der junge Bursch soll schließlich ein Messer gezogen haben. Damit stach er auf den Serben ein und traf ihn im Bauchbereich. Die Lebensgefährtin des Verletzten wählte daraufhin sofort den Notruf.
WEGA nahm Messerstecher fest
Die Sondereinheit WEGA konnte den mutmaßlichen Messerstecher vor dessen Wohnung festnehmen. Bei einer Durchsuchung konnte kein Messer aufgefunden werden. "Der 16-Jährige bestritt, dem 22-Jährigen die Stichwunde zugefügt zu haben, räumte jedoch eine körperliche Auseinandersetzung ein", so die Wiener Polizei.
Das Opfer wurde von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch versorgt und anschließend in ein Spital gebracht. "Die Polizei war mit einem Suchtgiftspürhund vor Ort. Zwar wurde in der Wohnung des Opfers eine weißliche Substanz gefunden, dabei handelte es sich jedoch nicht um Drogen", so Polizeipressesprecher Markus Dittrich gegenüber oe24.
Ob das Opfer sich einen "Spaß" mit der 15-Jährigen erlaubt und ihr "Fake-Drogen" angeboten hatte oder ob die Jugendliche gar die Wahrheit sagte, ist Gegenstand von Ermittlungen.