13-Jährige von Chat-Freund missbraucht

Vorarlberg

13-Jährige von Chat-Freund missbraucht

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Der 36-jährige Bregenzer zwang das Mädchen zu sexuellen Handlungen.

Das Vorarlberger Landeskriminalamt (LKA) hat einen 36-jährigen Bregenzer wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen festgenommen. Der Mann soll im August 2012 ein 13-jähriges Mädchen, das er unter Vorgabe einer falschen Identität im Internet kennenlernte, zu drei Treffen gezwungen haben, bei denen er das Kind zu sexuellen Handlungen nötigte. Der Fall zeige, wie hinterhältig Täter vorgingen und welche Gefahren soziale Onlinenetzwerke für junge Menschen bergen können, so das LKA.

Kind missbraucht
Der 36-Jährige hatte über seine falsche Identität in dem Chatportal Informationen über die 13-Jährige gesammelt und sie etwa über bisherige sexuelle Erfahrungen ausgefragt. Er drohte, dieses Wissen an die Eltern des Mädchens weiterzugeben und erpresste so drei persönliche Treffen, bei denen er das Kind missbrauchte. Das Mädchen meldete sich in der Folge von dem Chat ab, vertraute sich schließlich der Mutter an und erstattete Anzeige.

36-Jähriger verhaftet
Nach Auswertung der Chatprotokolle konnte der 36-Jährige als Tatverdächtiger ausgeforscht werden. Er wurde am Dienstag verhaftet. Der Mann unterhielt über Chatrooms zahlreiche weitere Kontakte zu jugendlichen Mädchen, stets unter Angabe einer falschen Identität. Zu weiteren persönlichen Treffen kam es laut derzeitigem Ermittlungsstand aber nicht.

Das LKA warnte aus diesem Anlass junge Internetnutzer davor, persönliche Daten bekannt zu geben oder intime Fotos zu verschicken. Täter machten häufig falsche Angaben zu Alter und Geschlecht. Bei Treffen sollte man Vorsicht walten lassen und keinesfalls allein hingehen. Zudem sollte man sich nicht erpressen lassen und bei einem Verdacht sofort die Polizei informieren. Den Eltern empfahl die Polizei, mit den Kindern über die Internetaktivitäten zu sprechen und den Computer in einem möglichst viel genutzten Raum aufzustellen, weil die Privatsphäre für Jugendliche bis 15 Jahren am Computer noch eingeschränkt sein sollte.

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