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Beziehungs- und Geldprobleme führten zu Ausraster

Familien-Pascha erstach fünffache Mutter

Die Bluttat an einer fünffachen Mutter hatte bereits eine gewalttätige Vorgeschichte.

Wien. Wie aus Insider-Kreisen durchsickerte, gab es bereits am früheren Wohnort der anerkannten Flüchtlinge R. aus Afghanistan – sie lebten vor Wien in Kärnten – Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt des 62-jährigen Noor gegen seine um 12 Jahre jüngere Frau Rahima.

Video zum Thema: Bluttat in Wien: Verdächtiger gestand die Tat

Der Familien-Pascha dürfte aber nicht nur seine Gattin unterdrückt und geschlagen haben, sondern auch seine Kinder – nicht umsonst wird sich der älteste Sohn in Wien vertrauensvoll an das Jugendamt gewandt haben, der von seinen Eltern weg in eine betreute Einrichtung wollte, um einen Job und seinen eigenen Platz im Leben zu finden.

© Viyana Manset Haber

Finanzielle Probleme

Die Zuwandererfamilie litt jedenfalls auch an großen finanziellen Problemen und wandte sich mehrmals ans Amt um Unterstützung, wie die MA 11 in Wien bestätigt. Doch dann wurde die Situation in einer kleinen Wohnung in einem heruntergekommenen Haus beim Verteilerkreis in Favoriten nur noch prekärer – als Rahima R. Anfang November ihr fünftes Kind, eine kleine Tochter, bekam.

Wie aus dem Umfeld der Familie zu hören ist, war dem Ehemann der Zuwachs offenbar gar nicht recht – er weigerte sich sogar eine Woche, die Vaterschaft anzuerkennen. Die 50-Jährige meldete daher mit Verspätung – und mit Unterstützung eines privaten Vereins der afghanisch-türkischen Community – das Kind bei den Behörden an. Weder sie noch Ehemann Noor sprechen übrigens ein Wort Deutsch. Einer afghanischen Begleiterin des Vereins verriet Rahima am Dienstag, dass sie Probleme mit ihrem Mann habe.

© Viyana Manset Haber

Scheidung

ags darauf erstach sie der 62-Jährige im Streit, nachdem einem der beiden auch das Wort „Scheidung“ herausgerutscht sein dürfte. Im Beisein von vier Kindern, die sich in der Wohnung aufhielten, stach der Mann immer und immer wieder zu. Die 12-jährige Tochter lief auf den Gang und schrie um Hilfe. Ein älterer Bruder alarmierte per Handy die Polizei.

Im Beisein eines Dolmetschers legte der Vater am Donnerstag ein Geständnis ab: Er gab die Todesstiche zu, bestreitet aber die Tötungsabsicht. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Horror für Kinder des Paares: Jetzt ganz allein in der Fremde

Für das jüngste Kind, das erst am 4. November per Kaiserschnitt in Wien zur Welt kam, wurde noch in der Nacht auf Donnerstag eine Krisenpflegefamilie gesucht. Es kam vorerst auf eine Mutter-Kind-Station und wird rund um die Uhr von einer „Leihmutter“ umsorgt. Auch der dreijährige Sohn und eine 12-Jährige Tochter sollen zu Pflegefamilien, die älteren Brüder (14 und 17) in Einrichtungen für Jugendliche. Gleichzeitig suchen die Behörden nach Verwandten, die sich um die Kinder kümmern könnten – doch der Rest der Familie lebt in Kabul. Theoretisch könnte der älteste Sohn das Sorgerecht für seine Geschwister beantragen.

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