Das Motiv für den Mord an der Gastwirtin des Café Seegarten in Kressbronn am Bodensee waren die Tageseinnahmen von wenigen tausend Euro. Haben die geschnappten Killer noch andere schwere Delikte - auch in Österreich - begangen?
Vrlbg. Der Tod von Esme E. schockte im Sommer 2024 die gesamte Region am Bodensee - die österreichische Grenze ist vom Tatort nur wenige Fahrminuten entfernt - auch im Ländle war die 70-jährige Wirtin und Mutter zweier Töchter bekannt und beliebt.
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Am 21. Juli 2024 wurde die Gastronomin brutal ermordet, als sie mit den Tageseinnahmen in vierstelliger Höhe zu Fuß am Heimweg war. Ein Zeuge hatte die Leiche der ausgeraubten rüstigen Wirtin an einem Bootshaus direkt am Bodensee entdeckt. Mehr als eineinhalb Jahre später konnte die SOKO „Café“ endlich einen Fahndungserfolg erzielen - das wurde nach einer gemeinsamen Mitteilung der Polizei mit der Staatsanwaltschaft bekannt:
Demnach hat sich bereits am 10. März ein 30-jähriger Rumäne bei der Kriminalpolizei Lindau (Bayern) freiwillig gestellt. Nun wurde in Salzgitter ein 53-jähriger Landsmann und mutmaßlicher Komplize des Rumänen festgenommen. Schon im Februar hatte laut Bild Zeitung ein Ermittlungsrichter in Kempten Haftbefehle wegen dringenden Verdachts des Mordes gegen zwei Männer erlassen. Grundlage waren (DNA-)Spuren, die nach dem Verbrechen gesichtet und ausgewertet worden waren. Beide befinden sich in Untersuchungshaft.
Auffällige Tätowierungen - weitere Delikte?
Abgeschlossen sind die Ermittlungen mit der Festnahme der Männer mit den markanten Tattoos an den Armen aber noch lange nicht. Die Verdächtigen seien zur Tatzeit in Kressbronn und Nonnenhorn, insbesondere in der Uferstraße, davor oder danach möglicherweise auch in Österreich, unterwegs gewesen. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sie einen Kastenwagen mit deutscher Zulassung oder einen Audi mit Ausfuhrkennzeichen gefahren haben. Die Kripo schließt nicht aus, dass noch weitere Personen bei den beiden Killern gewesen sein könnten und dass die Bande noch mehr (Gewalt-)Verbrechen begangen hat. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Kempten unter der 0049 831 9909-0 entgegen.