Der Geschäftsführer der Spanischen Hofreitschule, Alfred Hudler, ist im September vergangenen Jahres entlassen worden. Nun stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen - teilweise - ein. Wichtigste Erkenntnis: Bei den Spesenabrechnungen liege keine strafbare Handlung vor.
Konkret ging es um den Vorwurf der Untreue rund um Reisekosten- und Spesenabrechnungen des entlassenen Geschäftsführers Alfred Hudler. Er soll einen Familienurlaub auf Firmenkosten gemacht und zudem private Ausgaben als Spesen abgerechnet haben. So weit die Vorwürfe. Von einem möglichen Schaden in Höhe von rund 15.000 Euro war seinerzeit die Rede. Für die Staatsanwaltschaft gibt es nun keinen Grund mehr, diese Ermittlungen weiterzuverfolgen. Hudler war zuvor auch Vorstand von Unternehmen wie Vöslauer und Ottakringer.
Doch noch sind die Ermittlungen wegen Untreue noch nicht komplett eingestellt. Hudler soll laut "Standard“ vielmehr die Finanzabteilung nicht "ordnungsgemäß" beobachtet haben, sodass etwa Rechnungen über 700.000 Euro liegen blieben, wie es hieß. Das Problem wurde mittlerweile behoben, berichtet wien.orf.at
Geduldiges Warten auf Prüfbericht
Alfred Hudler hatte stets seine Unschuld in Bezug auf die Abrechnungen beteuert, "ohne Substanz" versteht er auch den Vorwurf der mangelnden Überwachung der Finanzen. Dazu soll jetzt ein neuer externer Prüfbericht erstellt werden, worauf die Staatsanwaltschaft nun wartet.
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Gegenwärtig führt Maria Patek, Ex-Sektionsleiterin im Landwirtschaftsressort, die Geschäfte der Hofreitschule "interimistisch", auch ein neuer Aufsichtsrat wurde jüngst bestellt.