Auf seiner Instagram-Seite postet der Freerider David Meier zwei Videos von seiner Ski-Tour in der Wiener U-Bahn. Darin rast er die Rolltreppe an der U3-Station Neubaugasse hinunter. Die Aktion hat jetzt ein juristisches Nachspiel.
David Meier sorgt weiter für Wirbel. Nach seiner Ski-Abfahrt über die Rolltreppe der U3-Station Neubaugasse - oe24 berichtete - haben die Wiener Linien am Montag rechtliche Schritte angekündigt. "Wir haben kein Verständnis für derartige Aktionen, die verboten sind und bei der neben der Selbstgefährdung auch andere Fahrgäste gefährdet werden können“, heißt es seitens der Wiener Linien. Sicherheit habe allerhöchste Priorität, wird betont.
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Lächerlich geringe Strafen
Für Aktionen wie diese drohen laut Gesetz maximal 500 Euro Verwaltungsstrafe wegen Störung der öffentlichen Ordnung und bis zu 726 Euro für störendes Verhalten innerhalb von Eisenbahnanlagen. Zusätzlich kann zivilrechtlich auf Unterlassung geklagt werden.
Gefährliche Stunts für mehr Reichweite
Immer wieder nutzt Influencer die Öffis als Bühne. Die jüngste Aktion erinnert an die U-Bahn-Surfer, die sich ebenfalls mit lebensgefährlichen Clips inszenieren. Die rechtlichen Mittel sind vorhanden, doch die Strafen sind auch zum Ärger der Wiener Linien lächerlich gering. Sie reichen kaum aus, um Nachahmer wirkungsvoll abzuschrecken.