Wer in Wien Diesel tanken will, steht bei manchen Diskont-Stationen vor leeren Säulen. Das steckt dahinter.
Aktuell häufen sich bei der Wirtschaftskammer (WKO) die Beschwerden von Autofahrerinnen und Autofahrern, die an einzelnen Diskont-Tankstellen in Wien keinen Diesel mehr bekommen. Das berichtet "ORF Wien". Besonders rund um Ostern war die Nachfrage extrem hoch, wodurch einige Stationen schlichtweg leergetankt wurden. Laut WKO handelt es sich dabei jedoch nicht um einen flächendeckenden Engpass, da weiterhin ausreichend Treibstoff vorhanden sei.
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Dass gerade die kleineren Anbieter betroffen seien, habe mehrere Gründe. Während der Feiertage seien weniger Tankwägen unterwegs gewesen, um Nachschub zu liefern. Zudem kaufen Diskont-Tankstellen ihren Treibstoff oft am sogenannten Spotmarkt ein. Dieser ist momentan teurer als langfristige Lieferverträge, was zu ungewöhnlichen Preisunterschieden führt. Tankstellen mit stabilen Verträgen seien hier derzeit im Vorteil und werden verlässlicher beliefert.
Kerosin-Mangel an Flughäfen
Nicht nur auf der Straße, auch in der Luft ist die Lage angespannt. An einigen italienischen Flughäfen wird derzeit das Kerosin knapp, was vor allem Fernreisen treffen könnte. Gregor Kadanka von der WKO beschreibt die Stimmung in der Reisebranche als sehr uneinheitlich. "ORF Wien" zitiert Kadanke: "Das Bild ist sehr uneinheitlich, es ist von Pessimismus bis Optimismus alles dabei." Er betont die allgemeine Unsicherheit und verweist auf die unklare Dauer des aktuellen Konflikts: "Es sind unsichere Zeiten, wir wissen nicht, wie lange der Konflikt noch andauert."
Preisgarantie bei Pauschalreisen
Für Reisewillige gibt es konkrete Empfehlungen. Kadanka rät dazu, jetzt zu buchen: "Ich würde dazu raten, jetzt zu buchen – eine Pauschalreise mit einem Flextarif, da kann man bis zu zwei Wochen vorher ohne Angabe von Gründen absagen." Auch beim Thema Kosten gibt es klare Regeln. Kirstin Grüblinger von der Arbeiterkammer erklärt gegenüber "ORF Wien", dass Preiserhöhungen bei Pauschalreisen nur begrenzt möglich sind: "Davor gibt es sehr eingeschränkte Möglichkeiten, den Reisepreis zu erhöhen. Das dürfen acht Prozent sein." Sollte die Erhöhung diesen Wert überschreiten, haben Reisende ein Rücktrittsrecht: "Sollten es mehr sein, dann darf ich zurücktreten, ohne Stornogebühren zu bezahlen."