Diesel und Super sind am Ostermontag wieder gestiegen. Diesel kratzt österreichweit an 2,20 Euro. Der Verkehrsclub Österreich fordert jetzt das Recht auf Homeoffice. Das würde viel Geld ersparen.
Am Ostermontag sind die Spritpreise in Österreich wieder angestiegen. Ein Liter Diesel kostete laut aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control im österreichweiten Schnitt 2,188 Euro, Super kostete 1,754 Euro pro Liter. Am Ostersonntag lagen die Preise bei 2,145 Euro für Diesel bzw. 1,752 Euro für Superbenzin.
"Ein Tag Home-Office spart 500 Euro im Jahr"
Vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wird jetzt das Recht auf Homeoffice gefordert. Schon ein Tag Homeoffice in der Woche würde Pendlern rund 500 Euro im Jahr an Ersparnis bringen, solange der Spritpreis so hoch wie derzeit ist.
Die Rechnung: Wer etwa 50 Kilometer zum Arbeitsplatz pendelt (und wieder retour) und 6,5 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, der spart viel Geld - gerechnet bei aktuellen Preisen (rund 1,8 Euro für Benzin und 2,2 Euro für Diesel) und 47 Arbeitswochen mit jeweils einer Fahrt weniger.
Bei Benzin spart man 1,8 Euro * 6,5 Liter Verbrauch für die Tagesstrecke * 47 Fahrten weniger = 550 Euro
Bei Diesel spart man 2,2 Euro * 6,5 Liter Verbrauch für die Tagesstrecke * 47 Fahrten weniger = 672 Euro
Um Ihre eigene Ersparnis mit 1 Tag Homeoffice zu ermitteln, müssen Sie den Spritverbrauch für Ihre Wegstrecke (hin und retour) mit dem jeweiligen Spritpreis und den 47 ersparten Fahrten mal nehmen.
Motto: Daheim arbeiten statt teuer tanken
Laut Verkehrsclub müsste das Motto jetzt - in der Energiekrise - so lauten: "Daheim arbeiten statt teuer tanken." Auf längere Sicht dürften die Spritpreise in Österreich nicht sinken, sagt ARBÖ-Experte Sebatian Obrecht gegenüber oe24. Noch auf Monate ist mit hohen Preisen zu rechnen.
45 Prozent des Ölverbrauchs entfallen auf den Verkehr
Mehr Homeoffice gegen die Energiekrise hat auch die Internationale Energieagentur gefordert. Denn schließlich entfallen 45 Prozent des Ölverbrauchs auf den Verkehrssektor.
Diesel kratzt an 2,20 Euro pro Liter
Diesel kostete am Montag im Schnitt 2,188 Euro pro Liter, der Benzin 1,754 Euro. Zum Start des Osterwochenendes war tanken allerdings noch teurer als am Montag.
Am Karfreitag mussten Autofahrer an den Tankstellen 2,209 Euro für einen Liter Diesel auf den Tisch legen. Für Super musste im Schnitt 1,788 Euro je Liter gezahlt werden. Über das Wochenende gingen die Preise dann täglich etwas zurück, am Montag wurde wieder erhöht.
Seit Mitte März dürften die Spritpreise nur Montag, Mittwoch und Freitag angehoben werden. Gesenkt werden darf aber jederzeit. Darüber hinaus gilt seit 2. April die "Spritpreisbremse" der Regierung, durch die die Treibstoffpreise um 10 Cent je Liter gedrückt werden sollen - einerseits über eine gesenkte Mineralölsteuer, andererseits über Margenbeschränkungen.