Anlässlich des morgigen Tags des Zu-Fuß-Gehens fordert der VCÖ mehr Maßnahmen für Fußgänger in Wien: breitere Gehsteige, sichere Straßenübergänge und längere Grünphasen bei Ampeln.
Wien ist Spitzenreiter: 30 Prozent der Alltagswege wurden 2024 zu Fuß zurückgelegt – mehr als mit dem Auto (25 %). Für Kinder und die Generation 50+ ist Gehen die häufigste Mobilitätsform.
Frauen häufiger zu Fuß unterwegs
Die Daten stammen aus der Mobilitätserhebung der MA 18. Für die Jahre 2020 bis 2024 führte diese zudem eine Detailauswertung durch. Ein interessantes Ergebnis: Frauen legen deutlich mehr Alltagswege zu Fuß zurück als Männer. Bei Männern waren es zwischen 2020 und 2024 30 Prozent, bei Frauen hingegen 38 Prozent.
VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk kritisiert: "Parkenden Autos wird mehr Platz eingeräumt als den Menschen, die zu Fuß mobil sind." Regelmäßiges Gehen schütze zudem vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stärke Muskeln und Knochen. Häufigster Fußweg: der tägliche Einkauf (59 %), gefolgt vom Schulweg.
Auch die Wiener Grünen schlagen Alarm: Der Fußgänger-Anteil sank von 35 % (2022) auf 30 % (2024). Sie fordern im Gemeinderat einen verbindlichen Plan für Verkehrsberuhigung – und eine Begegnungszone in jedem Bezirk.