Coup. Die Zustände und Machtkämpfe im ORF dürften nun auch der Politik endgültig zu viel werden. Zumindest in der ÖVP scheint man sich einig zu sein, dass künftig ein „Externer“ ORF-Generaldirektor werden solle. Die Bewerbungsfrist für den ORF-Top-Job – die Nachfolge vom gefallenen Ex-ORF-Chef Roland Weißmann – läuft im Mai aus.
Stocker will einstige Vizekanzlerin und Wüstenrot-Chefin
Die Zeit drängt. Und zumindest ÖVP-Kanzler Christian Stocker dürfte eine veritable Überraschung planen. Im Unterschied zu den Türkisen in der Partei, die Philipp König – einst im Kabinett von Sebastian Kurz´Medienbeauftragten und heute Krone Hit-Geschäftsführer – wollen, hat Stocker niemand Geringeren als eine einstige Vizekanzlerin im Auge.
Stocker traf kürzlich Susanne Riess-Hahn - ehemalige Vizekanzlerin, dann Wüstenrot-Chefin - um ihr ein besonderes Angebot zu machen. Konkret: Der ÖVP-Regierungschef lotete aus, ob Riess bereit sei, sich für den ORF-Chef-Job zu bewerben.
Auch ÖVP will jetzt gerne ORF-ChefIn
Strategie. Angesichts der vielen Vorwürfe im ORF scheint auch die ÖVP - oder zumindest Teile davon - der Meinung zu sein, dass nach Roland Weißmann - der bekanntlich mittlerweile vom ORF gekündigt wurde – eine Frau an die Spitze des Küniglbergs treten solle.
Dass sich Riess - sie war einst FPÖ-Chefin bevor sie mit der Partei brach - das wirklich antun könnte, bezweifeln allerdings Kennerinnen der Top-Managerin. Aber die Idee sei „reizvoll“, so ein ORF-Insider.
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