Minister informiert

Spritpreise: Das ist ab heute neu

Spritpreisrechner: Neues E-Mail-Service
E-Mails zeigen die günstigsten Tankstellen in ganz Österreich © Getty Images
Ein neues Service informiert Autofahrer ab sofort automatisch über die billigsten Tankstellen.

Wer an der Zapfsäule sparen möchte, muss nun nicht mehr selbst aktiv nach den besten Preisen suchen. Die E-Control und das Wirtschaftsministerium haben den bekannten Spritpreisrechner um eine praktische Funktion erweitert: Konsumenten können sich die günstigsten Tarife für Diesel, Super (E10) und CNG ab sofort regelmäßig per E-Mail zuschicken lassen. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betont, dass dieser Service den Wettbewerb auf dem Tankstellenmarkt erhöhen und für noch mehr Preistransparenz sorgen soll.

So funktioniert das neue Abo

Die Anmeldung erfolgt direkt über die Website des Spritpreisrechners. Nach der Eingabe der eigenen E-Mail-Adresse und der obligatorischen Bestätigung über einen Link können Nutzer individuell festlegen, welche Kraftstoffe sie interessieren und zu welchen genauen Uhrzeiten die Benachrichtigungen kommen sollen. Dabei lassen sich einzelne Wochentage sowie bevorzugte Bezirke oder die Tankstellen mit den fünf günstigsten Preisen, die am nächsten zu einem Standort (Adresse) liegen, auswählen. Das System liefert dann die günstigsten Tankstellen aus der Umgebung direkt in den Posteingang.

Preise unter dem europäischen Durchschnitt

"Das ist Transparenzpolitik mit direktem Nutzen im Alltag: Wir stärken die Konsumenten, erhöhen den Wettbewerb am Tankstellenmarkt und sorgen dafür, dass Preisvorteile sichtbar werden und informierte Kaufentscheidungen getroffen werden können", so Hattmannsdorfer. Der aktuelle Bericht der E-Control zeige, dass die Margenreduktion wirke und die Preisreduktionen bei den Autofahrerinnen und Autofahrern ankommen. Hattmannsdorfer betont, dass Österreich bei den Nettotreibstoffpreisen mittlerweile deutlich unter dem Durchschnitt des Euroraums liege.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer
Das Wirtschaftsministerium und die E-Control wollen mit einem neuen E-Mail-Service die Preistransparenz am Tankstellenmarkt stärken. © APA/HANS KLAUS TECHT

Insbesondere bei den großen Tankstellenketten wird die Margenreduktion laut Bericht mittlerweile zeitnah und stabil eingehalten. Kleinere Tankstellen geraten beim Dieselpreis hingegen zunehmend unter starken Wettbewerbsdruck.

Die Preistransparenzdatenbank und die Verbraucherwebsite www.spritpreisrechner.at wurden Ende 2011 als Initiative des Wirtschaftsministeriums eingeführt. Die Grundlage dafür bilden das Preistransparenzgesetz und die Preistransparenzverordnung. Alle Tankstellen, die in Österreich Diesel- oder Superkraftstoff öffentlich verkaufen, müssen seither ihre Preise nach jeder Änderung unverzüglich selbstständig in die Datenbank melden. Derzeit sind dort rund 3.000 Tankstellen registriert, die Diesel, und etwa 2.800, die Superkraftstoff verkaufen. Im Schnitt gehen täglich rund 17.000 Preismeldungen ein, also fast sechs Meldungen je Tankstelle.

"Nachdem die zuverlässigen und soliden Daten unserer Preistransparenzdatenbank in den vergangenen zwei Monaten bereits die Spritpreisbremse als kurzfristige Sofortmaßnahme der Regierung ermöglicht hat, freuen wir uns, mit der neuen Erweiterung des Spritpreisrechners den Autofahrer/innen den Preisvergleich weiter zu erleichtern, damit sie kostengünstiger unterwegs sein können", so der Vorstand der E-Control Michael Strebl und Alfons Haber.

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