Kinderheim-Missbrauch

Hilfe für Opfer von Gewalt

Wien zahlt 52 Millionen Euro an misshandelte Heimkinder

Seit 2010 arbeitete die Stadt an der Aufarbeitung der Unterstützungsmaßnahmen.

Wien. Tausende Kinder wurden jahrzehntelang in Wiener Heimen körperlich und psychisch misshandelt. Seit 2010 wurde von der Stadt Wien an der Aufarbeitung des Unrechts gearbeitet, das in Summe 2384 Kinder erleiden mussten. Nach Bekanntwerden von Gewalt- und Missbrauchsvorwürfen wurde die Einrichtung Weißer Ring als Anlaufstelle für betroffene ins Leben gerufen. Zentraler Baustein für die Aufarbeitung war es Unterstützungsmaßnahmen für Opfer im Zeitraum zwischen 1945 bis 1999 vorzubereiten und durchzuführen. „Die Opfer haben Unfassbares erlebt, es ist unsere Pflicht als Stadt, unsere Verantwortung wahrzunehmen, geschehenes Unrecht ohne Relativierung anzuerkennen und uns dafür aufrichtig und zutiefst zu entschuldigen“, stellt Bürgermeister Michael Ludwig klar.

Betroffene erhielten finanzielle Hilfeleistung und auch Psychotherapien wurden angeboten. Von den genehmigten rund 144.400 Einheiten wurde knapp die Hälfte tatsächlich in Anspruch genommen. Das Budget wurde schrittweise auf über 52 Mio. Euro aufgestockt.



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