17.000 Krankenpfleger zuwenig

Studie

17.000 Krankenpfleger zuwenig

In Österreich werden in den kommenden fünf bis sechs Jahren für die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen rund 17.000 weitere Pflegekräfte und Investitionen von 2,5 bis drei Mrd. Euro notwendig sein.

Das ergab eine vom Gesundheitsministerium in Auftrag gegebene Studie der Gesundheitsagentur Bauer & Partner. Studien-Autor Christian Bauer sieht vor allem die Notwendigkeit des Ausbaues der stationären Pflege sowie Verbesserungen der Pflege zu Hause.

Zahl der zu Pflegenden steigt um ein Drittel
Derzeit gibt es in Österreich rund 600.000 Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. In den kommenden fünf bis sechs Jahren wird deren Zahl um ein Drittel ansteigen, so die Studie. Daher wird auch der Bedarf an Pflegekräften ansteigen.

Bis zu drei Milliarden Mehrkosten
Die Studie spricht von 17.000 bis 20.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Dies werde sicherlich nicht ohne Arbeitskräfte aus den neuen EU-Ländern bewältigbar sein, prognostiziert Bauer. Die Mehrkosten beziffert die Studie mit bis zu drei Milliarden Euro.

Mehr mobile Pflege
Immer wichtiger werde die Pflege zu Hause, da die Menschen älter werden, gleichzeitig aber auch gesünder blieben. Auch die teilstationäre Pflege müsse ausgebaut werden, fordert Bauer. Im Idealfall sollten sich die Pflegeeinrichtungen der Zukunft mehr auf die Tagesbetreuung zu Hause konzentrieren.

Durch verbesserte Tagesbetreuung könne man auch erreichen, dass die Menschen die Scheu vor Pflegeheimen verlieren. Dadurch werde ein möglicher Wechsel in eine stationäre Einrichtung erleichtert, sollte dies später notwendig werden.

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