267.842 Vorzugsstimmen für Pröll

NÖ-Wahl

267.842 Vorzugsstimmen für Pröll

 Frank Stronach kreuzten 29.728 Wähler an.

Nach der NÖ-Wahl am 3. März hat die Landeswahlbehörde am Freitag das endgültige Ergebnis bekannt gegeben. Es bringt keine größeren Änderungen gegenüber dem vorläufigen Resultat vom Wahlsonntag, die Mandatsstände sind unverändert. "Vorzugsstimmenkaiser" blieb zwar erwartungsgemäß Landeshauptmann Erwin Pröll (V), aber er bekam mit 267.842 deutlich weniger als die 303.022, die er 2008 erobert hatte. Das sind dennoch 54,05 Prozent der ÖVP-Stimmen (2008: 55,14). Die konstituierende Sitzung des Landtages wird nach dem 10. April stattfinden, sagte Landtagspräsident Hans Penz (V).

Der Landeshauptmann - dessen Partei im Wahlkampf intensiv auf die Vorzugsstimmen-Möglichkeit gesetzt hatte - lag auch heuer weit vor den Mitbewerbern. Auf Pröll entfielen laut Penz 67 Prozent aller Vorzugsstimmen. Der nach den Verlusten seiner Partei noch in der Wahlnacht zurückgetretene SPÖ-Spitzenkandidat Sepp Leitner bekam heuer 39.706, die - beim Landesparteivorstand erst in der Nacht auf Freitag als Obfrau bestätigte - FPÖ-Frontfrau Barbara Rosenkranz 29.099. 16.690 Wähler votierten für die Grüne Spitzenkandidatin Klubobfrau Madeleine Petrovic, 29.728 kreuzten Frank Stronach an.


Vorreihungen aufgrund der Vorzugsstimmen gab es laut Penz, Leiter der Wahlbehörde, nur in der Volkspartei, und zwar in Amstetten und Krems. In den Wahlkreisen entfielen 21 Grundmandate auf die ÖVP und vier auf die SPÖ.

Mit Auszählung der in "fremden" Wahlkreisen abgegebenen Wahlkarten erhöhte sich die Stimmenzahl gegenüber dem vorläufigen Endergebnis um knapp 1.600 auf 995.273. An der Mandatsverteilung - ÖVP 30, SPÖ 13, Team Stronach 5, FPÖ und Grüne je 4 - änderte sich nichts. Die Wahlbeteiligung lag mit 70,87 Prozent niedriger als 2008 (74,51 Prozent).

Laut dem amtlichen Endresultat waren 1,404.454 Personen wahlberechtigt. Von 975.746 gültigen Stimmen entfielen 50,79 Prozent auf die ÖVP, die damit gegenüber 2008 3,6 Prozentpunkte einbüßte, aber die absolute Mehrheit verteidigte. Die Sozialdemokraten fuhren mit 21,57 Prozent ein Minus von 3,94 Prozentpunkten ein, 8,21 Prozent bedeuteten für die Freiheitlichen 2,26 Prozentpunkte weniger. Die Grünen gewannen als einzige Partei dazu, sie kamen auf 8,06 Prozent (plus 1,15 Prozentpunkte). Drittstärkste Fraktion im Landtag wurde auf Anhieb das Team Stronach, das 9,84 Prozent erreichte.

Von den - nicht landesweit angetretenen - weiteren Listen erhielten die Piraten 0,05 Prozent, die KPÖ 0,77, Mutbürger 0,61 und CPÖMP 0,09 Prozent. Wahlkampfkostenrückerstattung gibt es für niemanden, hielt Penz zu der im Vorfeld der Wahl entstandenen Diskussion fest.

Besondere Vorkommnisse gab es nicht - nur "Kleinigkeiten". So mussten einige Gemeinden nachgezählt werden, in einer Kommune im Weinviertel waren die Stimmen von KPÖ und "Frank" vertauscht worden, in einer wurde die Zahl der Wahlberechtigten korrigiert, und in drei Gemeinden je eine Stimme für ungültig erklärt.

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