Zuwachs

6.754 
neue ­Österreicher

Einbürgerungen steigen wieder an - Türken mit 1.181 größte Gruppe. 

Dieses Ereignis wird Karina Sarkissova (28) ewig in Erinnerung bleiben: Die gebürtige Russin und weltberühmte Solotänzerin erhielt im März 2011 die österreichische Staatsbürgerschaft – wie 29 andere Personen (davon 18 in Wien) wegen „außerordentlicher Leistungen im besonderen Interesse der Republik“.

Plus 9,1 Prozent zu 2010
Sarkissova gehört damit zu den bekanntesten „neuen“ Österreichern. Wie die Statistik Austria am Dienstag vorrechnete, wurden im Vorjahr insgesamt 6.754 Personen eingebürgert, das ist ein Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2010. Freilich: Im Vergleich zu sehr antragsstarken Jahren wie 2003 (45.112 Einbürgerungen) bewegt sich diese Zahl auf niedrigem Niveau.

Mehr als 2.000 in Wien. Am meisten Einbürgerungen gab es in Wien (2.071), gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich (siehe auch Tabelle). Den größten Zuwachs meldete Niederösterreich vor Wien; nur in Salzburg, Steiermark und Kärnten wurden 2011 weniger Einbürgerungen als 2010 genehmigt.

Aus 120 Nationen
1.181 neue Österreicher hatten vorher eine türkische Staatsbürgerschaft, Bosnien

Herzegowina (1.174) und Serbien (548) liegen auf den Plätzen. „Im Vorjahr wurden Staatsbürgerschaften an Personen aus 120 Nationen vergeben“, sagt Ina Jaschinski von der Statistik Austria. Interessant: Gut 35 Prozent (2.392 Personen) der Eingebürgerten sind Kinder von Zugewanderten und in Österreich geboren.

Mehr Junge
Mehr als ein Drittel der Neo-Österreicher war zum Zeitpunkt der Einbürgerung zwischen 30 und 44 Jahre alt, an zweiter Stelle lagen Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 29 Jahren (26,5 Prozent). Nur acht Prozent waren zwischen 45 und 59 Jahre alt, gerade 1,8 Prozent über 60 Jahre alt.

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