75% für mehr Abschiebungen

Mehrheit steht hinter Kickls Politik

75% für mehr Abschiebungen

Die Österreicher würden straffällig gewordene Flüchtlinge sogar nach Syrien abschieben.

nnenminister Herbert Kickl wird von der Opposition kritisiert, weil er Menschenrechts- und Flüchtlingskonvention infrage gestellt hatte. Trotzdem stehen die Österreicher hinter seiner Politik: Angesichts der jüngsten Frauenmorde ist eine Mehrheit für eine härtere Gangart gegenüber straffällig gewordenen Flüchtlingen, wie die brandaktuelle ÖSTERREICH-Umfrage (Research Affairs, 1.002 Online-Interviews vom 17.–23. Jänner, maximale Schwankungsbreite: 3,2 %) zeigt:

■ Straffällige Flüchtlinge. Derzeit kann Flüchtlingen nur im Fall von sehr schweren Straftaten der Asylstatus aberkannt werden. Das will eine ganz klare Mehrheit von 77 % ändern. Sie sind dafür, dass auch schon bei geringfügigen Straftaten abgeschoben werden kann. Spannend: Diese Meinung zieht sich durch alle Parteien – nur die Grün-Anhänger sind hier dagegen.

Sogar nach Syrien will Mehrheit abschieben lassen

■ Nach Syrien? Der Fall des mutmaßlichen Mörders von Wr. Neustadt hat die Frage aufgeworfen, ob verurteilte Straftäter auch nach Syrien abgeschoben werden – das ist derzeit nicht möglich. Die Meinungslage ist hier ebenfalls klar: 75 % sind dafür, Straftäter sogar nach Syrien abzuschieben. Und auch hier gibt es Mehrheiten in allen Parteien – außer bei den Grünen.

■ Doch was ist schuld an der Gewaltwelle? Obwohl sich unter den Verdächtigen der diesjährigen Frauenmorde nur ein Flüchtling befindet, nennen 52 % das Flüchtlingsproblem als Hauptgrund für die Gewaltwelle. 48 % orten „allgemeine Verrohung“ als Ursache.

■ Sonntagsfrage: Nutzt diese Stimmung der FPÖ von Kickl? Nein: Die ÖVP führt mit 34 % vor der SPÖ (26 %), die FPÖ rutscht auf 23 % ab.

■ EU-Wahl: Auch bei der EU-Wahl verliert die FPÖ – hier auf 22 %. ÖVP und SPÖ liegen mit 27 bzw. 26 % fast gleichauf.

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage. 
(ÖSTERREICH-Umfrage von Research Affairs, 1.002 Online-Interviews vom 17. bis 23 Jänner, 
maximale Schwankungsbreite: 3,2 %).

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