SPÖ sorgt mit türkis-blauem Dosenschießen für Eklat

FPÖ ist empört

SPÖ sorgt mit türkis-blauem Dosenschießen für Eklat

Am Samstag fand wieder das Familienfest in Groß-Enzersdorf statt. Und dabei sorgte ein Spiel für reichlich Wirbel. Dort wurde nämlich von der SJ auf das beliebte Dosenschießen zurückgegriffen. An und für sich ein Klassiker auf solchen Festen, aber hier wurde das Spiel auf eine politische Ebene gehoben, die nicht jedem gefällt. Denn auf den Dosen wurden die Fotos von Ex-Ministern der türkis-blauen Regierung geklebt. In der untersten Reihe stehen Juliane Bogner-Strauß, Josef Moser, Margarethe Schramböck, Elisabeth Köstinger und Hartwig Löger. Oben drauf findet man Gernot Blümel, Mario Kunasek und Karin Kneissl. Und darüber die beiden FPÖ-Spitzen Norbert Hofer und Herbert Kickl. Ganz oben steht die Dose mit Sebastian Kurz darauf.

SPÖ-Landeschef posiert neben Spiel

Auch von der roten Polit-Prominenz blieb das Spiel nicht unentdeckt. Auf Fotos ist zu sehen, wie SPÖ-Bürgermeisterin der Gemeinde Monika Obereigner-Sivec und Niederösterreichs SPÖ-Chef Franz Schnabl neben den Dosen posieren und sie lachend begutachten.

Schnabl und Obereigner-Sivec am Familienfest.

FPÖ tobt: "Schämt Euch!"

So gar nicht darüber lachen kann die FPÖ Groß-Enzersdorf. Die Ortsgruppe zeigt sich auf Facebook empört. "Ist das der Stil der hiesigen SPÖ? (...) Wann immer man glaubt, die Talsohle erlebt zu haben, kommt von irgendwo noch so ein roter Zwerg aus der 27igsten Reihe daher und schraubt das Niveau noch ein wenig hinunter", heißt es in einem Posting. Dass dies ausgerechnet auf einem Familienfest geschah, ist für die örtlichen Freiheitlichen kaum zu glauben. "Schämt Euch, ein Familienfest für derart grausliche und widerliche Politik zu missbrauchen!", schreiben die Blauen weiter. Und auch die Bundespartei zeigte sich empört und forderte gar von der SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner persönlich eine Entschudligung. "Auch wenn wir uns am Beginn des Wahlkampfes befinden, erwarte ich mir auch von der SPÖ ein Mindestmaß an Niveau im politischen Diskurs. Die neuerliche Aktion zeigt einmal wieder, wie tief die SPÖ in den politischen Schmutzkübel greift“, meint Vilimsky.
 

Schnabl: "Das schlägt dem Fass den Boden aus"

"Es war keine besonders kluge Aktion der SJ", so SPNÖ-Chef Franz Schnabl. Hinsichtlich der Kritik an der Aktion platzt SPÖ-Landeschef Schnabl der Kragen. "Jetzt sogar Aktionismus der Jugend derartig hochzuspielen, wo es in umgekehrter Form bestimmt Dutzende gleich geartete Vorfälle gäbe, die man thematisieren könnte, schlägt dem Fass den Boden aus", heißt es in einem Statement. Die Freiheitlichen sollten sich stattdessen selbst an der Nase nehmen. "Die FPÖ soll vor der eigenen Türe kehren – man erinnert sich noch lebhaft an die Sängerknaben, die Lieder vortrugen, die in den Regalen Österreichs keinen Platz haben dürfen. Derzeit sieht sich die FPÖ in den Schlagzeilen mit Hausdurchsuchungen auf höchster politischer Ebene konfrontiert - aufgrund von Skandalen, die die Republik noch nicht gesehen hat."

"Wir möchten eine inhaltliche Auseinandersetzung und nichts anderes interessiert auch die NiederösterreicherInnen. Die Menschen brauchen endlich Politik, die sich darum kümmert, dass sie sich das Wohnen, Essen und öffentliche Verkehrsmittel leisten können. Und sie brauchen ein Top-Bildungs- und Gesundheitssystem. All das hat die türkis-blaue Regierung nicht zustande gebracht oder noch schlimmer, Funktionierendes einfach zerstört. ", so Schnabl. Am 29. September entscheiden die Wähler, wer die für sie wichtigsten Weichenstellung treffen kann, so der SPÖ-Landeschef und "nicht ob di eSJ ein Dosenwerfen veranstaltet hat oder der siebte Zwerg einer Ortspartei sich abfällig über irgendetwas äußert", so Schnabl.

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