Brigitte Bierlein

"Es ist lebendige Demokratie"

Bierlein: 'Ich bin keine Politikerin'

In der ZiB2 sprach die Kanzlerin über ihre ersten Erfahrungen im Amt.

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat sich in ihrem ersten Interview für die "ZiB 2" des ORF (Vorab-Aufzeichnung) am Donnerstagabend über die Antragsflut im Nationalrat der vergangenen Tage "überrascht" gezeigt. "Natürlich war ich gestern etwas überrascht über die Vielzahl von Entschließungsanträgen und Beschlussfassungen, aber das ist lebendige Demokratie."

Auf die Frage, ob sie positiv oder negativ überrascht war, wich Bierlein aus: "Ich war überrascht", wiederholte sie.

Auch hinsichtlich der anstehenden Entscheidungen über den EU-Kommissionspräsidenten sowie den österreichischen EU-Kommissar blieb Bierlein vage. "Ich werde in enger Absprache mit den Parlamentariern handeln", so die Übergangskanzlerin. Gefragt, ob etwa der amtierende Johannes Hahn (ÖVP) EU-Kommissar bleiben könnte, sagte sie, sie bitte um Verständnis, auch diese Frage derzeit "nicht beantworten zu können oder wollen".

"Ich bin keiner Partei zuordenbar"

Ihre neue Aufgabe sehe sie als spannende an. Aber "ich bin keine Politikerin", so Bierlein. Sie sei seit je her im Staatsdienst tätig, aber keine Politikerin. Auch wenn ihr immer eine Nähe zu den Konservativen zugeschrieben wird. "Wenn ich als eher konservativ eingestuft werde, dann mag das wohl stimmen, aber ich bin definitiv keiner Partei zuordenbar", stellt sie klar.

Kein Vorbild

Auch als Vorbild will sie nicht wahrgenommen werden. Für sie sei klar, dass Frauen Männern in ihrer Expertise und in ihrem Können genau gleichgestellt sind. "Ich wollte mit meinem Kabinett zeigen, dass Frauen genau die gleichen Kompetenzen und Qualifikationen haben", erklärt die Kanzlerin im Hinblick auf ihre Expertenregierung, die zu gleichen Teilen aus Ministerinnen und Ministern besteht.

 

 

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