Bringen Neuwahlen frühes Aus für Häupl?

Wien

Bringen Neuwahlen frühes Aus für Häupl?

Ruhestand für Bürgermeister Häupl kommt vielleicht doch früher als gedacht.

Geht es in der Bundesregierung rasch in Richtung Neuwahlen (siehe Seiten 4-8), verabschiedet sich wohl auch Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) früher in den geplanten Ruhestand.

Es sei denn, die Neuwahlen befördern die FPÖ in die Bundesregierung und Häupl würde im Kampf gegen rechts in Wien für längere Zeit als Galionsfigur zum Einsatz kommen.

Häupls Plan wäre ja eigentlich schon fix gewesen: Käme nach dem Urnengang keine Einladung, würde er bei den Koalitionsverhandlungen nicht mehr mitmischen wollen.

Nachfolger
Drei Monate später würde sich der Nachfolger beim Sonderlandesparteitag der Wahl stellen und als neuer Parteichef und Bürgermeister ins Rathaus einziehen.Jetzt geht augenscheinlich alles rascher ... Und klar ist: Je früher die Wahl über die Bühne geht, desto günstiger stehen die Chancen für Wohnbaustadtrat Michael Ludwig als potenziellem Häupl-Nachfolger.

Linker Flügel
Und vice versa: Je später die Wahl, desto besser für den "linken Flügel" der Wiener SPÖ, deren Hoffnung Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky verkörpert.

"Dann soll man es sein lassen"

In Alpbach gab der Wiener Bürgermeister Michael Häupl oe24.TV dieses Interview:

OE24.TV: Was sagen Sie zur Erklärung von Kurz?

Michael Häupl: Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Sebastian Kurz die ausgestreckte Hand des Bundeskanzlers ausgeschlagen hat. Dafür hat er die Verantwortung zu tragen -und nur er. aber ja: Wenn man nicht mehr miteinander arbeiten kann, soll man es eben sein lassen.

OE24.TV: Was sagen Sie zu dem Plan von Christian Kern hinsichtlich einer Minderheitsregierung?

Häupl: Das Wort minderheitsregierung hat immer ein Problem: das Wort minderheit davor. Eine solche Regierung ist also nicht sehr haltbar.

OE24.TV: Ist denn die Wiener SPÖ vorbereitet für baldige Neuwahlen?

Häupl: auf jeden Fall, ich bin kampfeslustig und die Partei auch. Schauen Sie sich nur einmal an, wie viele Leute zum 1. mai am Rathausplatz waren.
 

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