Luftraumverletzungen

Bundesheer: 19 Alarmstarts der Abfangjäger

Das Bundesheer hat im vergangenen Jahr 55 souveränitätsrelevante Vorfälle im heimischen Luftraum verzeichnet und darauf reagiert. 

Insgesamt kam es dabei zu 19 Alarmstarts, bei denen Militärflugzeuge (Abfangjäger) sofort aufgestiegen sind. Selbiges sei im heurigen Jänner bereits zweimal passiert, ließ das Verteidigungsministerium am Freitag wissen.

Gesamt wurden im Jahr 5.127 Überflüge ausländischer Militärluftfahrzeuge über österreichischem Staatsgebiet registriert. Der stärkste Monat war mit 573 Überflügen der April. 36 nicht genehmigte Überflüge ausländischer Militärluftfahrzeuge hätten bereits im Vorfeld oder noch vor Einflug in den österreichischen Luftraum abgewiesen werden können, hieß es.

Aktuell 16 Eurofighter-Piloten aktiv

Insgesamt sind derzeit 16 Piloten am System Eurofighter "Typhoon" aktiv. Zudem befanden sich im Jahr 2025 zwei Militärpiloten in Ausbildung zum Einsatzpiloten in Österreich, vier weitere in der vorgelagerten Jet-Pilotenausbildung in Italien sowie drei in der fliegerischen Grundausbildung. Die Kosten für Ausbildungen im Ausland beliefen sich vergangenes Jahr auf rund 3,14 Millionen Euro. Ein fertig ausgebildeter Eurofighter-Pilot koste insgesamt rund 14 Mio. Euro.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) zeigte sich mit der Bilanz der Luftraumüberwachung zufrieden. "Die Sicherung unseres Luftraums ist ein zentraler Bestandteil der staatlichen Souveränität und ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung", wurde Tanner zitiert. Das Bundesheer würde hier "tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst" leisten.

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